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      Friedrichstadt-Palast
Saal
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  Friedrichstraße 107
10117 Berlin Mitte
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 Beschreibung
Der 'Friedrichstadt-Palast' an der Friedrichstraße 107 wurde am 27. April 1984 eröffnet. Unter anderem waren die Architekten Walter Schwarz und Manfred Prasser an der Planung des Gebäudes beteiligt, während der Saal unter der Leitung des Architekten Werner Hoffmann errichtet wurde.
Die Vorgeschichte des 'Friedrichstadtpalast' begann aber schon 1873, mit dem Bau eines festen Zirkusgebäudes am 'Bertolt-Brecht-Platz', ca. 200 Meter vom heutigen Gebäude entfernt. 1918/19 wurde das mehrfach umgebaute Zirkusgebäude vom Architekten Hans Poelzig (auch Babylon in Mitte) zum 'Schauspielhaus' umgebaut und erhielt eine atemberaubende Innenarchitektur im Stile einer Tropfsteinhöhle. 1949 wurde das Theater (nach Behebung der Kriegsschäden) als 'Friedrichstadt-Palast' weitergführt. Weil für den Bau der Charité der Grundwasserspiegel gesenkt wurde, begannen die Pfahlfundamente des Gebäudes zu faulen. Der Magistrat untersagte, nach Untersuchungen der staatlichen Bauaufsicht, darauf den weiteren Spielbetrieb. Nach der Fertigstellung des Neubaus wurde das architektonisch herausragende Gebäude leider abgerissen.

Nachtaufnahme, Februar 2009 © Jan Windszus / Internationale Filmfestspiele Berlin
In den seitlichen Treppenaufgängen des dreistöckigen Foyers des neuen 'Friedrichstadt-Palast' wird durch etliche Fotos an den alten Poelzig Bau erinnert. Der Neubau ist dagegen viel weniger verspielt. Zehn rechteckige Säulen tragen die oberen Etagen des Foyers und Rahmen die zentrale Treppe ein, die in den ersten Stock führt. Treppe und Boden sind zum Teil mit roten Teppich verlegt, auf dem das Logo steht.

Foyer, Februar 2009 © Jan Windszus / Internationale Filmfestspiele Berlin
Seit dem Jahr 2009 ist der 'Friedrichstadtpalast' Kino der Internationalen Filmfestspiele Berlin. Dieses hatte vor allem zwei Gründe. Da in dem Jahr das International wegen der 70mm Retrospektive für die Wettbewerbswiederholungen nicht zur Verfügung stand, musste eine Ausweichstätte gefunden werden und im Hinblick auf den Umbau des Zoo Palast wurde damit auch schon mal vorgeplant. Das es sich hierbei auch um ein finanzielles Wagnis für die 'Berlinale' handelt, ließ der Festivaldirektor in einem 'Blickpunkt:Film' (6/09) Interview durchblicken: "Die Sache mit dem Friedrichstadt-Palast haben wir uns reiflich überlegt. Er muss sich selbst finanzieren." Daher wurde dieses Kino auch vorwiegend zu einem Publikumskino und nicht ein Saal für akkreditierte Fachbesucher, da der Verkauf der Tickets die komplette Miete einspielen muss.

[Ben 5'09]

Saal
Bestuhlung Leinwand Projektion Tonsystem
Plätze: 1730
Reihen: Parkett 21
Rang 6
22 x 9,2m
D-Cinema 4K35mm Theater Dolby DigitalDatasat
Der Saal des 'Friedrichstadt-Palast' ist, neben dem Berlinale Palast und Haus der Berliner Festspiele (seit dem Jahr 2012), der dritte Theatersaal der während der 'Berlinale' zum Kino umfunktioniert wird. Die größte Leinwand Berlins wird für 10 Tage auf der schwarzen Bühne instaliert von der die Sitze im Stile eines Amphitheaters ansteigen. Da die Sitze ganz am Rand zu schräg von der Leinwand entfernt sind, werden sie nicht verkauft.

Saal, Februar 2009 © CHL PhotoDesign / Christian Lietzmann
Der Reihenabstand ist in diesem Kino allerdings für jeden Durschnittsgroßen eine echte Qual. Kaum öffnen sich die Saaltüren geht 'die Schlacht' los: Jeder versucht einen der wenigen Plätze an einem Gang zu ergattern.

[Ben 11'14]


Saal, Februar 2014 © Alexander Janetzko / Internationale Filmfestspiele Berlin
 
Leinwand / Projektion    sehr gut
Sound    sehr gut
Sitzkomfort    schlecht / mangelhaft
Reihenabstand    schlecht / mangelhaft
Magic-Johnson-Faktor    gut
Lieblingsplatz    Reihe 2 oder 10
Atmosphäre    annehmbar