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| Adresse |
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Friedrichstraße 107
10117 Berlin Mitte
Homepage
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| Kinobetrieb
von - bis |
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2009 bis 2022 als Berlinale Kino
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| Heute |
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Gebäude und Saal erhalten. Revue Theater Friedrichstadt-Palast
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| Platzanzahl |
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1730
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| Alternativer
Kinoname |
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keiner
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| Architekt |
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Walter Schwarz, Manfred Prasser und Werner Hoffmann
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7'26 Angaben ohne Gewähr
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Weitere |
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| Natürlich ist der 'Friedrichstadt-Palast' nicht geschlossen! Er ist wie seit seiner Eröffnung am 27. April 1984 das etablierte Revue Theater Berlins. Der 'Friedrichstadt-Palast' war aber von 2009 bis 2022 jeweils im Februar Berlinale Kino. Und diese Nutzung als Festival Kino wurde eingestellt und wird hier beschrieben. Als Ersatz für diesen Saal ist die Berlinale zur 73. Berlinale in die Verti Music Hall / Uber Eats Music Hall gezogen. |

Nachtaufnahme zur Berlinale, Februar
2020 © kinokompendium |
| Die Nutzung des 'Friedrichstadt-Palast'
von 2009 bis 2022 als Kino der Internationalen Filmfestspiele
Berlin hatte vor allem zwei Gründe: Da in dem Jahr 2009 das International wegen
der 70mm Retrospektive für die Wettbewerbswiederholungen nicht zur Verfügung stand,
musste eine Ausweichstätte gefunden werden und im Hinblick auf den Umbau des Zoo
Palast wurde damit auch schon mal vorgeplant. Das es sich hierbei auch um ein finanzielles
Wagnis für die 'Berlinale' handelt, ließ der Festivaldirektor in einem 'Blickpunkt:Film'
(6/09) Interview durchblicken: "Die Sache mit dem Friedrichstadt-Palast haben wir uns
reiflich überlegt.
Er muss sich selbst finanzieren." Daher wurde dieses Kino auch vorwiegend zu einem Publikumskino
und nicht ein Saal für akkreditierte Fachbesucher, da der Verkauf der Tickets die komplette
Miete einspielen muss. |

Foyer als Berlinale Spielort, Februar 2022 © kinokompendium |
| Die Vorgeschichte des 'Friedrichstadt-Palast'
begann 1873, mit dem Bau eines festen Zirkusgebäudes am 'Bertolt-Brecht-Platz',
ca. 200 Meter vom heutigen Gebäude
entfernt. 1918/19 wurde das mehrfach umgebaute Zirkusgebäude vom Architekten Hans Poelzig
(auch Babylon in Mitte) zum 'Schauspielhaus' umgebaut und erhielt eine atemberaubende Innenarchitektur im
Stile einer Tropfsteinhöhle. 1949 wurde das Theater (nach Behebung der Kriegsschäden) als
'Friedrichstadt-Palast' weitergführt. Weil für den Bau des Bettenhauses der Charité (1977 bis 1982) der Grundwasserspiegel
gesenkt wurde, begannen die Pfahlfundamente des Gebäudes zu faulen. Der Magistrat untersagte,
nach Untersuchungen der staatlichen Bauaufsicht, darauf den weiteren Spielbetrieb. Das architektonisch herausragende Gebäude wurde abgerissen. In den seitlichen Treppenaufgängen des
dreistöckigen Foyers des neuen 'Friedrichstadt-Palast' wird durch etliche Fotos an den alten
Poelzig Bau erinnert. |

Haupteingang Foyer als Berlinale Spielort, Februar 2022 © kinokompendium |
Als Reaktion auf die Schließung des alten Gebäudes und einer modernen Stadtplanung entlang der Friedrichstraße, wurde der neue 'Friedrichstadt-Palast' in der Friedrichstraße
107 gebaut. Die Architekten Walter Schwarz
und Manfred Prasser waren an der Planung des Gebäudes beteiligt, während der Saal
unter der Leitung des Architekten Werner Hoffmann errichtet wurde. Der Neubau ist etwas schlichter als sein Vorgänger aber mit einem genauen Blick entdeckt man immer noch schöne Details. So zum Beispiel die Fensterverziehrungen mit Glasbausteinen in verschiedenen Farbtönen, die auch an der Bar wieder aufgegriffen werden.
Zehn rechteckige Säulen
tragen die oberen Etagen des Foyers und Rahmen die zentrale Treppe ein, die in den ersten Stock
führt. In den seitlichen Treppenaufgängen gelangt man in den Rang.
[Ben 7'26] |

Foyer als Berlinale Spielort, Februar 2022 © kinokompendium |
| Der Saal des 'Friedrichstadt-Palast'
war von 2009 bis 2022, neben dem Berlinale Palast und
Haus der Berliner Festspiele (seit
dem Jahr 2012), der dritte Theatersaal der während der 'Berlinale' zum Kino umfunktioniert
wurde. Die zweitgrößte
Leinwand Berlins (22 x 9,2m) war für 10 Tage auf der schwarzen Bühne installiert, wo normalerweise Artisten auftreten und ein Wasserbecken im Boden versenkt ist. |

Saal als Berlinale Spielort, Februar 2022 © kinokompendium |
| Die
Reihen sind im Stile eines Amphitheaters errichtet. Da der Blickwinkel von den Sitzen ganz am Rand zu schräg war und das Bild extrem verzerrt war, wurden sie während der Berlinale nicht verkauft. Der Reihenabstand ist in diesem Kino
allerdings für jeden Durschnittsgroßen eine echte Qual. Die besten Reihen sind somit die, die einen Gang vor sich haben. Davon gibt es nicht viele. Da die Leinwand relativ weit auf der Bühne rückgesetzt war, musste man sich vor den vorderen Reihen nicht scheuen. Die Klappsessel selber sind leider hart und recht unbequem schmal. |

Saal als Berlinale Spielort, Februar 2022 © kinokompendium |
| Auch hier erschienen Stargäste des Films , bei den Premieren der Specials und anderen Sonderaufführungen. Jedoch fehlte hier leider die Übertragung vom roten Teppich oder Fotoshooting im Foyer. So dass man teilweise das Pech haben konnte, lange auf die Gäste zu warten wenn sich draussen etwas verzögert. Drinnen sah man von dem Vorlauf des Events leider nichts und trotzdem wurde man angehalten die Plätze nicht zu verlassen.
[Ben 7'26] |

Saal als Berlinale Spielort, Februar 2022 © kinokompendium |
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