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    Sputnik Wedding
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 Adresse
  Reinickendorfer Straße 113
13347 Berlin Wedding
 Kinobetrieb von - bis
  1954 - August 1998
 Heute
  Abgerissen
 Platzanzahl
  320 Plätze
 Alternativer Kinoname
  Clou Lichtspiele (1954 - 1981 ?)
Maxim / Maksim (1982)
Momo (Jahr ?)
 Architekt
  Gustav Genz (Einbau 1953/54)
8'98 Angaben ohne Gewähr
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 Beschreibung
1952 wurde im Hinterhof eine im Krieg beschädigte Magazinhalle zum 'Clou Lichtspieltheater' umgebaut und spricht bis zum Mauerbau auch die Besucher aus Mitte an. Ende der 70er wurde es von Conny Konzack geführt, dem auch damals die Kant Kinos gehörten, und zeigte Anfang der 80er Jahre Filme in türkischer Sprache.
Frischen Wind und den neuen Kinonamen brachte im Juni 1984 das neu gegründete Sputnik-Kollektiv (später 'Sputnik Film GmbH & Co Kino KG') in das Kino. Das Sputnik-Kollektiv bestand im ersten Jahr aus acht Personen, die noch heute in der Branche tätig sind. Bekanntester Name dürfte Stefan Arndt sein (heute Produzent und Mitbegründer von 'X-Filme').

Werbeanschlag Reinickendorfer Straße & Fassade nach Schließung, Mai 1999
© kinokompendium
Das Kino wurde bis 1987 Instand gesetzt und machte in den Mauerjahren auch zeitweilig Werbung mit dem Spruch "Nur drei Stationen vom Halleschen Tor", da die Stationen dazwischen Geisterbahnhöfe ohne Halt waren. Im 'Sputnik' wurde ein engagiertes Programm gestartet, welches 1991 die erste Auszeichnung für hervorragende Filmkunst einbrachte.
1991 / 92 wurde das Kino unter Denkmalschutz gestellt und originalgetreu renoviert und damit vorerst vor dem Abriss bewahrt. Schon damals wollte der Grundstückseigentümer 'Schering AG' lieber Parkplätze bauen. Als das Sputnik-Kollektiv 1995 auseinander ging, wird noch bis zum Ende ein abwechslungsreiches Programm, inklusive Originalfassungen und langer Filmnächte gespielt. Zeitgleich mit dem Gloria Palast wurde auch im 'Sputnik Wedding' die letzte Vorstellung im August 1998 gespielt. Hier allerdings ganz ohne Presserummel und ohne Notiz der Öffentlichkeit. Danach steht es ungenutzt leer und wird 1996 abgerissen um einen Parkplatz zu bauen. Nun gibt es dort nur noch (zumindest im Jahr 2006) im Durchgang in den alten Kinoschaukästen ein paar verblasste Informationen zum Kino.


Saal im 50er Jahre Design, wahrscheinlich von 1954 © Schering AG / SchA-S8-5980

Ein Leuchtreklame über dem Passagedurchgang an der Reinickendorfer Straße zeigte das aktuelle Programm und Neonleuchten an der Decke des Hofdurchgangs wiesen den Weg zum Kinogebäude und eingeschossigen Foyer mit gläsernen Schwingtüren. Im Inneren herrschte der schwungvolle Stil der 50er Jahre.
Im Saal stand nach der Renovierung 1992 die helle Spannplattenverkleidung im unteren Drittel der Wände im Kontrast zur dunkelblauen Plastikbespannung darüber. Hinter dem hellgrünen Vorhang befand sich eine CinemaScope Leinwand. Wie auf den schwarzweiß Aufnahmen (wahrscheinlich von 1954) ersichtlich, wurde somit der hell dunkel Kontrast an den Wänden umgekehrt. Kleine Details, wie die 6 Lampen an den Wänden und die Vorhänge vor den Notausgängen fehlten nach der Renovierung.

[Ben 11'07]


Saal nach der Renovierung, Juni 1992 © Schering AG / SchA-S8-5980