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      CineStar IMAX
Saal
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  Sony Center
Potsdamer Straße 4
10785 Berlin Tiergarten
(030) 260 665 11
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9,50 € 3D 12,50 €
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3D-Brille: 1,00 €
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Dienstag 7,50 € sonst 8,50 €
Ermäßigung: Kinder unter 12 & Gruppen ab 20 Personen
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CineStar IMAX
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 Beschreibung
Am 20. Januar 2000 eröffnete CineStar im 'Sony Center' das zweite IMAX-Theater in Berlin. Als das Discovery Channel IMAX-Theater Berlin 2006 schloss, kam das natürlich dem 'CineStar IMAX' zu Gute. Allerdings wurde am 27. März 2011, auch das 'CineStar IMAX' ohne große Vorankündigung geschlossen, um als CineStar EVENT Cinema weiter zu spielen.
Jeder Filmfan musste davon ausgehen, dass das IMAX-Filmformat nie wieder in Berlin präsentiert wird. Aber nur zwei Jahre später gab es eine überraschende Kehrtwende. Das 'CineStar EVENT Cinema' wurde im Mai 2013 geschlossen und der Saal zu einem digitalen IMAX 3D-Kino zurückgebaut. Die Wiedereröffnung fand zunächst am 19. Juni 2013 mit 'Man of Steel' statt und im Oktober folgte ein zusätzlicher Umbau im Saal, bei dem wieder eine passende IMAX Format Leinwand eingebaut wurde. Mit der Premiere von 'Thor: The Dark Kingdom' am 27. Oktober 2013 war damit IMAX in vollem Umfang zurück in Berlin.

CineStar IMAX, Juli 2013 © kinokompendium
CineStar-Geschäftsführer Oliver Fock erklärte das nur knapp zweijährige Intermezzo als 'CineStar EVENT Cinema' damit, dass der analoge IMAX Saal im Jahr 2011 digitalisiert werden sollte, um nach wie vor mit allen aktuellen Filmen beliefert werden zu können. Zu dem Zeitpunkt war aber IMAX (laut Fock) noch nicht so weit um die große Leinwand digital zu bespielen. Als es dann zwei Jahre später möglich war, wurde der Saal wieder zum IMAX umgewandelt.
Wir vermuten, dass aber auch das Marketing eine wichtige Rolle spielte. Eine weltweit etablierte Marke wie IMAX animiert den Besucher wahrscheinlich eher einen Premium Preis zu bezahlen, als die neu eingeführte Marke 'EVENT Cinema'.
Das CineStar aber nun langfristig an IMAX glaubt, beweist die erneute Investitonen 2013 in den Saal (Technik und Leinwand), nachdem gerade nur zwei Jahre vorher ca. 1,2 Millionen Euro in den Saal, Projektionstechnik und Leinwand gesteckt wurden. Im Oktober 2015 wurde erneut die Technik auf den neuesten Stand gebracht. Im CineStar IMAX wurde auf dem europäischen Festland das erste 4K-Laser-Projektionssystem installiert. Es liefert bessere Kontrastwerte, Bildschärfe und Farbspektrum als das vorherige 2K Digital Light Processing System. Auch das neue IMAX 12-Kanal Tonsystem mit Deckenlautsprecher wurde in dem Zuge installiert.

Im Jahr 2015 zählte das 'CineStar IMAX' in Berlin zu den Top 5 IMAX Kinos weltweit, was die Auslastung angeht.

Dolby Polarisationsbrille für IMAX Laser Vorführungen, Oktober 2015 © kinokompendium
Das 'CineStar IMAX' spielte in der ersten Phase (2000 bis 2011) das analoge IMAX-Filmformat und zeigte anfänglich fast ausschließlich die exklusiv für das IMAX- und IMAX 3D-Format produzierten Dokumentarfilme. Weit später und seltener als in Amerika wurden umgewandelte IMAX DMR (Digital Re-mastering) Spielfilme ins Programm genommen. Die ersten Jahre meist nur für eine Woche, darunter: 'The Matrix - Reloaded' (2003), 'The Matrix - Revolutions' (2003) und 'The Polar Express' (2004). Bei 'Harry Potter und der Orden des Phönix' (2007) waren die letzten 20 Minuten des Showdown im 3D-Format aufbereitet (als exklusive IMAX-Filmkopie in Deutschland). 'Die Legende von Beowulf' (2007) lief als erster Spielfilm komplett in 3D. Die Jahre danach nahm der Spielfilm Anteil dann kontinuierlich zu.

Seit der zweiten Ära (ab Juni 2013) als IMAX-Kino hat das 'CineStar IMAX' natürlich eine digitale Projektion. Seit Oktober 2015 auch den ersten 4K-Laser-Laserprojektor auf dem europäischen Festland.
Vormittags laufen in der Regel die IMAX 3D-Dokus und Abends Spielfilme. Und seit Juni 2013 werden neben Synchronfassungen auch die Spielfilme endlich in Originalfassungen angeboten. Das macht Sinn, weil ja das CineStar Original im Sony Center im Keller nur Originalfassungen spielt.

Foyer im Erdgeschoss, November 2013 ©kinokompendium
Der von Helmut Jahn (Murphy/Jahn) entworfene kubische Bau des IMAX-Kinos ragt, unterhalb des architektonisch spannenden Baldachins, am westlichen Ende in den Platz des 'Sony Centers'. Im Erdgeschoss befindet sich an der Längsseite des Raums der Kassenbereich, in dem eine Digitalanzeige an der Wand die Anfangszeiten der einzelnen Filme anzeigt.
Nach dem Kauf der Karten gelangt man über eine Rolltreppe oder einen Fahrstuhl in das Foyer im ersten Stock, wo man einen hervorragenden Blick über das Treiben im Sony Center hat.

[Ben 10'15]


Foyer im ersten Stock, November 2013 ©kinokompendium
Saal
Bestuhlung Leinwand Projektion Tonsystem
Plätze: 328
Reihen: 13
26 x 19m
IMAX Theater IMAX Theater
Den Saal betritt man von links unten, so dass als erstes die gigantische Leinwand in den Blick fällt, die neben einem thront. Das Konzept von IMAX ist, das gesamte Blickfeld des Zuschauers abzudecken. Ein wichtiger Bestandteil eines IMAX-Theaters ist daher eine Flach- oder Kuppel-Leinwand in Verbindung mit einer relativ nahen Sitzposition. Zusätzlich bedarf es einer klaren und gestochen scharfen Bildprojektion auf Leinwänden mit Größen von über 500qm. (Die Geschichte und technischen Details von IMAX können sie im Artikel Kinotechnik erklärt: Bildformate & Projektion lesen.)

Saal, November 2013 ©kinokompendium
Der Saal eröffnete nach seiner Zeit als 'CineStar EVENT Cinema' am 19. Juni 2013 mit 'Man of Steel' seine zweite Phase als IMAX Kino. Dafür wurden digitale IMAX 2K-Projektoren und Lautsprecher installiert aber zunächst die Breitwand Leinwand (23,5 x 12,7 Metern) aus dem Jahr 2011 bespielt. Das Breitwand Bild zeichnet aber gerade nicht die klassische IMAX-Projektion aus, sondern ein hochformatiges Bild.

Dieses Manko wurde im Oktober 2013 mit dem zweiten wichtigen Umbau / Rückbau im Saal behoben. Die Bühne vor der Leinwand wurde wieder entfernt und der ursprüngliche Orchestergraben hergestellt. Dadurch konnte eine neue 26 x 19 Meter Leinwand installiert werden, so dass das Seitenverhältnis wieder 1:1,43 beträgt (im Gegensatz zur Breitwand-Leinwand mit einem Seitenverhältnis von 1:1,85). Damit ist auch der blaue Vorhang verschwunden, der für zwei Jahre im Kino hing.
Seit der 'Spectre' Premiere am 28. Oktober 2015 hat der Saal ein 4K-Laser-Projektionssystem und hauseigenes 12-Kanal Tonsystem mit Deckenlautsprecher. Der Umbau wurde endgültig im Dezember 2015 mit dem Wechsel der zwei Jahre alten Leinwand abgeschlossen.

Saal mit hochformatiger Leinwand (die scheinbar kleine Größe täuscht auf dem Foto)
November 2013 ©kinokompendium
Über einer Lichtborte in den schwarzen Wänden diagonal entlang der Stufen, hängen je sechs Lampen mit weißen Strahlern. Die Decke ist mit einem Gittern verkleidet. Die Auframpung und Sessel stammen aus dem Jahr 2011, als der Saal zum 'CineStar EVENT Cinema' umgebaut wurde. Für die grauen Ledersessel mit breiten Armlehnen gibt es einen Reihenabstand von jeweils 1,25 Meter. In den letzten vier Reihen, der sogenannten 'Premiumloge', gibt es zusätzlich kleine Tische. Im Oktober 2013 musste für die neue IMAX-Leinwand die vorderste Reihe entfernt werden, so das der Saal 22 Plätze weniger hat als das 'CineStar EVENT Cinema'.

Blick auf die Leinwand beim Betreten & Detail Sessel, November 2013 ©kinokompendium
Zur Eröffnung des 'CineStar IMAX' im Jahr 2000 gab es für 3D-Filme noch eine sogenannte Shutterbrille. Die Brille hatte LCD-Gläser, die über Infrarot mit dem Projektor synchronisiert wurden. Die Brille war daher auch schwerer als die Modelle im Juli 2007, als auf die Polarisationstechnik umgestellt wurde. Dabei werden die Bilder für das linke und rechte Auge parallel auf die Leinwand projiziert. Vor den Projektionsobjektiven und in den Polfilterbrillen befinden sich jeweils um 90° versetzte Polfilterfolien. Dadurch wird erreicht, dass das linke Auge nur das linke Bild und das rechte Auge nur das rechte Bild sieht.

Saal, November 2013 ©kinokompendium
Das besondere an IMAX ist natürlich nicht nur die große Leinwand und der dazugehörige Ton (die IMAX Lautsprecher werden für weltweit jeden Saal speziell zugeschnitten und eingemessen), sondern auch das gesamt umfassende Qualitätskonzept, jederzeit die bestmögliche Vorführung zu bieten. Dafür wird jede Vorführung digital überwacht und Bild- und Tonwiedergabe mit dem Rechner im Projektor abgeglichen, ob es zu irgendwelchen Abweichungen kommt. Diese Daten von jeder Vorführung werden an die Zentrale in Kanada gesendet und dort kontrolliert. Sollte es Differenzen oder Störungen geben, wird der Kinobetreiber von IMAX informiert um notwendige Korrekturen oder Reparaturen vorzunehmen.

[Ben 10'15]

 
Leinwand / Projektion    herausragend
Sound    herausragend
Sitzkomfort    herausragend
Reihenabstand    herausragend
Magic-Johnson-Faktor    gut
Lieblingsplatz  Reihe D, Mitte
Atmosphäre    sehr gut