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    Turm-Palast
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 Adresse
  Turmstraße 25-26
10559 Berlin Tiergarten
 Kinobetrieb von - bis
  1925-1943 (UFA-Theater)
27. März 1952 - 1974 (Turm-Palast)
 Heute
  Abgerissen
 Platzanzahl
  UFA-Theater: 1700 Plätze
Turm-Palast: 673 Plätze
 Alternativer Kinoname
  UFA-Theater
 Architekt
  Max Bischoff basierend auf Entwürfen von Fritz Wilms (Neubau 1925)
3'16 Angaben ohne Gewähr
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 Beschreibung
Nach dem bereits 1916 an der Turmstraße Ecke Stromstraße erste Konzepte für ein Kino mit über 1000 Plätze in Planung ging, nahm es erst im April 1924 unter dem Namen 'Colosseum' konkrete Formen an. Der Architekt Fritz Wilms plante einen Saal für 1652 Plätze. Doch während der Keller ausgehoben wurde ging der Bauherr pleite und die UFA übernahm das Kinoprojekt. Max Bischoff nahm Änderungen an den bestehenden Plänen vor, um aktuellen Neuerungen innerhalb der Kinoarchitektur (vor allem aus Amerika) gerecht zu werden. So wurde auch eine größere Reklametafel an der Straßenkreuzung integriert.
Das 'UFA-Theater' hatte Platz für 1700 Besucher. Die flache Deckelkuppel umgab ein Strahlenkranz aus Stuck. Neben einer Orgel wurde auch einen Orchestargraben integriert. Eine Lichtorgel verstärkte auch während der Vorführung die jeweilige Stimmung des Films, in dem der Zuschauerraum in weißes, blaues, rotes oder violettes Licht getaucht werden konnte.
Das 'UFA-Theater' wurde im zweiten Weltkrieg zerstört und (wahrscheinlich in den 1950ern) durch einen Flachbau für ein Ladengeschäft ersetzt, der 2015 abgerissen wurde.

Turm-Palast Schriftzug, Juni 2010 © kinokompendium

Der 'Turm-Palast' wurde mit 673 Plätzen am 27. März 1952 feierlich mit Live-Musik und der Aufführung von 'Das Doppelleben des Herrn Mitty' eröffnet. Der Saal wurde in das ehemaligen 'Café Vaterland' gebaut, welches Teil vom angrenzenden Bau des 'UFA-Theater' war. Wie groß die Kriegsschäden an dem Gebäude waren ist nicht überliefert. Aber zumindest die Fassade scheint von dem ursprünglichen Café Betrieb zu stammen. Der Kinobetrieb wurde also von der Ecke Turm- und Stromstraße 30 Meter östlich in die Turmstraße verlegt.
Während das im zweiten Weltkrieg zerstörte 'UFA-Theater' weitreichend dokumentiert ist, findet man in den gängigen Publikationen vom Nachkriegsbau 'Turm-Palast' kaum Informationen. Aussen- oder Innenaufnahme sind nicht publiziert. Gesichert ist, dass das Kino direkt nach der Schließung als Supermarkt genutzt wurde.

Sang- und klanglos wurden im Herbst 2015 die Reste vom ehemaligen 'Turm-Palast' für den Bau einer Shopping-Mall abgerissen. Die rostige Schrift über dem Kinoeingang hing noch 41 Jahre nach der Kinoschließung an dem Gebäude. Wie viele Elemente vom Kinobetrieb 2015 im Inneren noch erkennbar waren (wenn überhaupt) ist unbekannt.

[Ben 3'16]