Kinos in Berlin Kinos nach Bezirken Freiluftkinos Geschlossene Kinos Service News Kompendium Kontakt Suche  
      Berlinale Palast
Saal
Zum Stadtplan
 Adresse
  Marlene Dietrich Platz
10785 Berlin Tiergarten
Homepage
 Kinotag
  Kein Kinotag
 Kartenpreis
  Berlinale Festival-Preis
 Kartenpreis Spezial
  Halber Preis an der Abendkasse
 Platzwahl
  Platzkarte
 Programm
  Originalfassung
 Zugang
  Behindertengerecht
1'15 Angaben ohne Gewähr
Weitere Kinos im Bezirk
 Tiergarten
  Akademie der Künste
Arsenal
Berlinale Palast
CinemaxX Potsdamer Platz
CineStar IMAX
CineStar Original im
  Sony Center

Filmrauschpalast
Haus der Kulturen der Welt
LEGOLANDŽ Discovery Centre

 Beschreibung
Durch den Mauerbau wurde der Potsdamer Platz, ein ehemaliger Dreh- und Angelpunkt Berlins, zu einer leerstehenden Brache. In den 90er Jahren wurde hier ein neues Zentrum aus dem Boden gestampft. Von 1994 bis 1998 entstanden am Marlene Dietrich Platz (ein Name der an die alten Glanzzeiten des Potsdamer Platz erinnern soll) das 'Stella Musicaltheater' und die angrenzende 'Spielbank', entworfen von den Architekten Renzo Piano und Christoph Kohlbecker.

Nachtaufnahme, Februar 2006 © Andreas Teich / Internationale Filmfestspiele Berlin
Seit dem Jahr 2000 ist das Musicaltheater Hauptspielort des Wettbewerbs der Internationalen Filmfestspiele Berlin, kurz 'Berlinale'. Filmvorführungen wurden bereits beim Bau des 'Musicaltheaters' berücksichtigt. Die Ankunft der Stars findet seitdem nicht mehr auf dem roten Teppich vor dem Zoo Palast, sondern auf den Treppen des 'Berlinale Palast' statt. Dank einer Videoleinwand wird das Vorfahren der Limousinen jetzt viel massenwirksamer inszeniert. Neben der 'Berlinale' gab es erstmals 2005 drei Deutschlandpremieren im Saal: 'Krieg der Sterne - Die Rache der Sith', Steven Spielbergs 'Krieg der Welten' und Peter Jacksons 'King Kong'.

Premiere von Chéri: Michelle Pfeiffer mit Rupert Friend & Stephen Frears, Februar 2009
© Andreas Teich / Internationale Filmfestspiele Berlin
Von außen wirkt das 1999 eröffnete Gebäude durch seine Glasfassade ziemlich geräumig. Innen jedoch sind die engen Aufgänge und Durchgänge nur bedingt für die Massen konzipiert. Nur im Erdgeschoss ist der Raum großflächig genug für ein ausverkauftes Haus. Insgesamt erinnert der moderne Look eher an eine Bürolobby als an ein hübsches Musical-Theater.

Doch die Macher der 'Berlinale' haben sich etwas Besonderes einfallen lassen: Jeder anwesende Gaststar eines Wettbewerbfilms wird mittags porträtiert und die daraus entstandenen Aufnahmen werden noch am selben Abend in den Gängen des 'Berlinale Palastes' aufgehängt und signiert. Von 2000 bis 2002 stellten die italienischen Spezialisten 'Photo Movie' die einmaligen Aufnahmen auf Großpolaroids (ca. 50 x 70) her. Seit 2003 macht Gerhard Kassner Digitalaufnahmen, die anschließend in Übergröße ausgedruckt werden.

Foyer, Februar 2010 © Jan Windszus / Internationale Filmfestspiele Berlin
Cate Blanchett, Februar 2007 © Richard Hübner / Internationale Filmfestspiele Berlin

Im Vorführraum wurde nicht nur im ersten Jahr die allerneueste Kinotechnik installiert. Der 'Berlinale Palast' war der erste Saal Europas, der mit dem dts-es-Tonsystem ausgestattet wurde. Doch auch bei der Projektion kam durch die Partnerfirma 'Barco' alljährlich die neueste digitale Technik zum Einsatz. Wurde im Jahr 2005 nur ein Film ('The Hidden Blade') digital projiziert, so waren es im Jahr 2008 bereits drei Filme ('Hanami - Kirschblüten', 'Feuerherz' und qualitativ am höchsten 'The Other Boleyn Girl'). Was nur wenige wissen: Während der digitalen Projektion wurde 2008 parallel eine 35mm Kopie des Films gespielt, für den Fall, dass es zu einem aussetzen des digitalen Equipments kommt. Ebenso werden in der Nacht alle Wettbewerbsfilme des kommenden Tages getestet und aufgeführt. Meist sind neben dem Berlinale Fachpersonal Techniker des jeweiligen Studios oder Verleihs anwesend.

[Ben & Chr 2'08]


Silberner & Goldener Bär © Ali Ghandtschi / Internationale Filmfestspiele Berlin
Saal
Bestuhlung Leinwand Projektion Tonsystem
Plätze: 1631
Reihen: Parkett 28
1. Rang: 12; 2. Rang: 5
20 x 8m
D-Cinema 4K35mm Theater70mm Theater Dolby AtmosSDDS
Datasat
Bei der Beurteilung des Kinos darf nicht vergessen werden, dass der Saal für Musical-Vorführungen konzipiert wurde. Dem Saal fehlt es, durch die Absicht eine größtmögliche Auslastung zu erreichen, an vielen Stellen am kinoüblichen Komfort: Beispielsweise wären die roten Sitze sicherlich gemütlicher wenn sie nicht so übertrieben dicht neben- und voreinander angebracht wären. Doch solange man eine Karte für das Parkett bekommen hat, lässt sich der Film noch genießen. Alle anderen Plätze, vor allem im ersten und zweiten Rang, sind trotz der riesigen Leinwand mehr eine Qual als wirkliches Kinovergnügen. Die Sicht von oben auf die Leinwand ist stark gewöhnungsbedürftig, nicht nur aufgrund des zu großen Abstands. Anwesende Gäste, die nach dem Film die Bühne betreten, lassen sich aus dieser Entfernung nur erahnen.

Saal, um 1999 © CinemaxX AG / Michael Krüger
Zusätzlich wird die Sicht in der ersten Reihe der Ränge durch eine Balustrade eingeschränkt. Beugen sich die Besucher dieser Reihe für eine bessere Sicht nach vorne, löst das nach hinten durch die Reihen eine Kettenreaktion sich streckender Hälse aus. Wer ausschließlich an dem Film und nicht an einem anwesenden Star interessiert ist, sollte sich den Film lieber als Wiederholung in einem anderen Kino anschauen.

[Ben & Chr 2'07]


Eröffnungsgala, Februar 2009 © Andreas Teich / Internationale Filmfestspiele Berlin
 
Leinwand / Projektion  herausragend sehr gut
Sound  Parkett:sehr gut
1. Rang:annehmbar
2. Rang:mäßig
Parkett:sehr gut
1. Rang:annehmbar
2. Rang:schlecht / mangelhaft
Sitzkomfort  mäßig schlecht / mangelhaft
Reihenabstand  mäßig schlecht / mangelhaft
Magic-Johnson-Faktor  schlecht / mangelhaft mäßig
Lieblingsplatz  Parkett: Reihe 16, außen Parkett: Reihe 14
Atmosphäre  Parkett:sehr gut
Ränge:schlecht / mangelhaft
Parkett:annehmbar
Ränge:schlecht / mangelhaft