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    Hollywood
Saal 1 | 2
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 Adresse
  Kurfürstendamm 65
10707 Berlin Charlottenburg
 Kinobetrieb von - bis
  5. November 1954 -
30. September 2003
 Heute
  Gebäude erhalten, Kino zerstört
 Platzanzahl
  369 Plätze
 Alternativer Kinoname
  Bonbonniere (1954 - 1977)
Cinema Berlin (1978 - 1983)
 Architekt
 

Herbert Schiller, Walter Labes (Neubau 1954); Wolfgang Kell (Umbau 1987); Wolfgang Classen (Umbau 1992)

9'03 Angaben ohne Gewähr
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 Beschreibung
Das 'Hollywood' eröffnete am 5. November 1954, eingebettet in eine Ladenpassage, unter dem Namen 'Bonbonniere'. Während das Kino in der Anfangszeit unter anderem mit Platzanweiserinnen in farblich und stilistisch auf die Einrichtung abgestimmten Kostümen glänzte, musste das Lichtspieltheater in der Kinoflaute der 70er Jahre auf jeglichen Glamour verzichten und spielte Pornofilme um zu überleben. Zwischen 1977 und 1983 nannte sich das Kino 'Cinema Berlin', und nahm anschließend unter dem Namen 'Hollywood' den regulären Filmbetrieb wieder auf. 1992 wurde das Kino umgebaut und auf zwei Säle erweitert wurde. Seitdem der alte Pächter 2001 verstorben ist, wurde das Kino von dem Hausbesitzer-Ehepaar Kruse in Eigenregie, unabhängig von den großen Kinoketten, geführt. In diesem Zuge wurde nicht nur das Foyer komplett renoviert, sondern auch beide Säle grundgereinigt. Nach einer Zwangsversteigerung im Jahr 2003 wurde den Kinobetreibern durch den neuen Besitzer gekündigt.

Fassade (links) und Foyer (rechts), April 2002 © kinokompendium
Der Neonschriftzug und zwei Schaukästen machten auf das etwas versteckte Kino aufmerksam. Links neben dem Eingang konnte man (einzigartig in ganz Berlin) von der Straße aus durch eine große Fensterscheibe dem Filmvorführer bei der Arbeit zuschauen.

Foyer, April 2002 © kinokompendium
Das Foyer hatte nach der Renovierung deutlich an Stil gewonnen. Parallel zur Rückseite des großen Saals stand im Zentrum des Foyers ein riesiger, holzverkleideter Tresen. Im Eingangsbereich gab es einen Sitzbereich, der durch die polsterartigen Sitzbänke und die Vorhänge an den Fenstern an eine französische Café-Bar erinnerte. In die Decke waren zwei expressionistisch wirkenden Dekofenster eingelassen, die unweigerlich an 'Das Kabinett des Dr. Caligari' erinnerten.

[Chr 9'03]


Foyer, April 2002 © kinokompendium
Saal 1
262 Sitzplätze
 Beschreibung
Durch einen der beiden seitlich vom Tresen gelegenen Eingänge betrat man den ganz in rot gehaltenen Saal 1. Auf einem hübschen Teppich schreitete man hinab Richtung Leinwand, um in einem der komfortabelsten Kinostühle Berlins Platz zu nehmen.

Saal 1, April 2002 © kinokompendium
Auffälligtes Design-Element in Saal 1 waren die runden Embleme aller großen und bekannten Filmstudios an den Wänden.
Traditionell gab es großzügige 2-Sitzer mit hohen Rückenlehnen, weichen Armlehnen und kleinen Tischen neben den Sitzen. Dadurch saß zwar bei Kino-Besuchen zu dritt immer eine Person etwas abseits, dafür gab die Sitzordnung aber Singles eine faire Chance. Von allen Plätzen hatte man auf die angenehm große Leinwand eine gute Sicht und auch der Reihenabstand war so gestaltet, dass man selbst keinen Zuspätkommenden, der sich unbedingt auf den einen freien Platz in der Mitte setzen wollte, fürchten musste. Das Soundsystem zeigte sich in ausgezeichneter Form.

[Chr 5'02]


Saal 1, April 2002 © kinokompendium
Saal 2
107 Sitzplätze
 Beschreibung
1993 entstand in einem ehemaligen angrenzenden Laden der kleinere zweite Saal, der im Vergleich zum Großen sehr viel schlechter abschneidete. Eine angenehme Atmosphäre wollte in diesem, mit lila Stoff und goldfarbenen 'Hollywood'-Schriftzug behangenen Saal, nicht so recht aufkommen.

Jede Reihe war mit einer durchgehenden Ablage vor den Sitzen ausgestattet. Ab der 5. Reihe stieg der Saal ganz leicht an - aber auch hier konnte die Sicht durch den Vordermann eingeschränkt sein.

[Chr 5'02]


Saal 2, April 2002 © kinokompendium