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Saal
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 Adresse
  Bundesallee 111
12161 Berlin Schöneberg
(030) 852 30 04
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 Beschreibung
Unter dem Namen 'Corso' wird 1911 das kleine Stummfilmkino in Berlin-Friedenau eröffnet und 1919 in 'Kolibri' und 1928 in 'Friedenauer Lichtspiele' umbenannt. Dem Kino sind anfangs trotz eines beengten Aktionsradius sogar seitlich Logen angelagert, diese werden aber zugunsten der Toiletten und des Foyers 1941 entfernt. Auch im Bombenkrieg geht der Spielbetrieb weiter.
1959 wird der Kassenraum erweitert und das kleine Kino rüstet erstaunlicherweise technisch auf, um auch das 1953 eingeführte Breitwand-Format CinemaScope zeigen zu können. Um diese Modernisierung auch im Namen wiederzugeben wird das Kino in 'Cinema' umbenannt. Die geschwungene Neonschrift an der Fassade leuchtet auch heute noch.

Fassade bei Nacht, Juni 2001 © kinokompendium
1973 wird das Kino von Gertrud und Udo Zyber gekauft. Der Saal erhält nun eine schwarze Wandfarbe, die dem Studiokino das Ambiente eines 'Black-Box'-Kinos verleiht. Dieser primär auf die Leinwand hinstrebende Look wird durch größere, gesondert beleuchtete Schwarzweiß-Wandbilder von Charlie Chaplin kontrastiert. Das 'Cinema Bundesallee' ist Bestandteil der frühen Off-Kinoszene der 70er bis Anfang der 80er Jahre und vermag trotz finanzieller Beschränkungen immer wieder durch Programmspecials hervorzustechen.

Leuchtschrift bei Nacht, Juni 2001 © kinokompendium
1988 werden die Häuser 'Cinema Bundesallee' und die Kurbel vom Immobilienhändler Herrn Korenzecher erworben. Heinz Riech, seiner Zeit West-Deutschands 'Kinokönig' und Aufsichtsratsvorsitzender der 'UFA Theater GmbH', verlangt es nach dem Filetgrundstück 'die Kurbel', das Herr Korenzecher nur gewillt ist, ihm bei gleichzeitiger Übernahme des 'Cinema Bundesallee' zu überlassen. Riech willigt ein, und die Off-Kinoszene protestiert mit Zeitungs-Anzeigen ('TIP', Dez. 1988) gegen die unbegrenzte "Profitgier eines Kinozaren", die auch vor einem renommierten Kunstkino nicht haltmache. Zyber erhält von Korenzecher eine Kündigung zum Quartalsende ohne Angaben von Gründen oder ein Verhandlungsangebot. Ultimo 1988 räumt Zyber das Kino.

Foyer, Oktober 2008 © kinokompendium
Anfang 1989 erhält das Kino in dreimonatiger Umbauphase sein noch heute bestehendes Aussehen. Das Kassenhäuschen und die Wände wurden mit weißgestrichenem Holz verkleidet und um den sehr kleinen Vorraum größer wirken zu lassen wurde die südliche Wand im Foyer verspiegelt. Eine Glastür führt den Zuschauer links neben der Kasse durch einen schmalen Gang zum Kinosaal.

Foyer, Oktober 2008 © kinokompendium
Die 'UFA Theater GmbH' trennte sich 1993 von dem Kino welches seitdem von Günther Mertins und Peter Sundarp / 'To the Movies GmbH' unter dem Namen 'Cinema Walter-Schreiber-Platz' (später nur 'Cinema') geführt wird. Das Kino, welches schon seit Jahren Nachspieler von größeren und kleineren Publikumserfolgen und einen Kinderfilm zeigte, senkte 1997 erneut die Preise und nahm damit das Konzept eines 'One-Dollar-Kino' an.
Das dass Kino neben dem geballten Angebot des nahgelegenen CINEPLEX - Titania und schönen Adria weiterhin besteht (beide Häuser gehören ebenso der 'To the Movies GmbH' an) grenzt an ein Wunder.

[Ben 12'08 + Einleitung bis 1988 basiert auf J. P. Gutzeit 12'99 & Aushang im Kino]

Saal
Bestuhlung Leinwand Projektion Tonsystem
Plätze: 119
Reihen: 20
5 x 3m
35mm Theater Dolby-Stereo
Der hellgestrichene schlauchartige Saal hat seit 1989 die 'klassische' pflanzenverzierte Wandbespannung aus dem Hause 'UFA Theater GmbH'. Die selben Muster können Sie im geschlossenen UFA Royal Palast und in der UFA Film-Bühne Wien sehen.

Detail Wandbespannung & Saal, Oktober 2008 © kinokompendium
Die 1989 eingebauten rosaroten Sessel und der Blümchen-Teppich sind durch blaue Klappsessel und hellen Teppich ausgetauscht worden.

Saal, Oktober 2008 © kinokompendium