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      Passage
Saal 1 | 2 | 3 | 4
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 Adresse
  Karl-Marx-Straße 131-133
12043 Berlin Neukölln
(030) 682 370 18
Homepage
 Kinotag
  Montag
 Kartenpreis
  Mo:
Di-Mi:
Do-So:
6,00 €
7,50 €
8,00 € Saal 1
7,50 € Saal 2 - 4
 Kartenpreis Spezial
  Sneak Preview: 5,00 €
Ermäßigung: Kinder unter 12
 Platzwahl
  Freie Platzwahl
 Programm
  Synchronfassung
 Zugang
  Saal 1-2: Behindertenzugänglich
Saal 3-4: nicht Behindertengerecht
1'13 Angaben ohne Gewähr
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UCI Kinowelt Gropius Passage

 Beschreibung
1908 entstand das vierstöckige 'Rixdorfer Gesellschaftshaus', dessen Erdgeschoss einen Durchgang zwischen Karl-Marx-Straße und Richardstraße bildet. Schon ein Jahr später eröffnete im ersten Stock das 'Excelsior Lichtspielhaus'. Die schönen Rundbogenfenster sind innen die seitlichen Wände des heutigen, großen Saal 1.

'Passage' Fassade Detail mit Neonschriften, November 2007 © kinokompendium
Nachdem das Kino zwischendurch als Möbellager genutzt wurde, nahm sich 1985 die Yorck-Kino-GmbH dem inzwischen unter Denkmalschutz stehenden Gebäude an und restaurierte den großen Saal. Im Laufe der Jahre wurde das Kino um vier weitere kleinere Säle erweitert. Ein Saal mit 114 Plätzen, der im Erdgeschoss gegenüber dem Foyer lag, schloss Anfang 2003 wieder. Lange Zeit war die 'Passage' das Kino für die südöstliche Bevölkerung Berlins (Rudow, Buckow, Neukölln). Seit 1997 hat sie jedoch durch das UCI Kinowelt Gropius Passagen und besonders seit September 2000 durch das CINEPLEX - Neukölln starke Konkurrenz bekommen. Das 'Passage Kino' dürfte so einige Zuschauer verloren haben, versucht sich aber durch eine andere Programmierung von diesen Kinos abzugrenzen und kann mit dem architecktonisch schönen Saal 1 auftrumpfen.

Foyer mit Cafébereich, November 2007 © kinokompendium
Der Eingang der 'Passage' befindet sich von der Karl-Marx-Straße rechts neben dem Durchgang. Das Foyer wirkt durch die zwei Eingänge etwas unruhig, beinhaltet aber einen Cafébetrieb mit einem, an eine Filmkulisse erinnernden, alten Speisewagen der Bahn als Attraktion.
Der Aufstieg zu den Sälen 1 und 2 bzw. der Abstieg zu den Sälen 3 und 4 führt durch ein schönes, guterhaltenes Treppenhaus, das ein Gefühl für das Alter des Hauses vermittelt.

[Chr 8'05]


Cafébereich mit Zugfilmkulisse (links) & Tresen mit Neonwegweisern (rechts)
November 2007 © kinokompendium
Saal 1
Bestuhlung Leinwand Projektion Tonsystem
Plätze: 220
Reihen: 13
8,9 x 4,2m
D-Cinema 2K35mm Theater Dolby Digital
Saal 1 wurde historisch getreu rekonstruiert: Er bietet eine, nicht in den Kinobetrieb integrierte, Loge mit umlaufender Galerie, diverse Goldverzierungen und schöne Kronleuchter. Den fast quadratischen Saal gliedern Pfeiler und umlaufendes Gebälk, in dessen Wandfeldern sich die, von außen sichtbaren, Rundbogenfenster öffnen. Die Leinwand ist eingerahmt von stuckverziertem Mauerwerk und auch an der Decke gibt es goldverzierte 'Stuckkränze'. Viele Freiflächen, wie z.B. die Rückwände hinter der letzten Sitzreihe, sind liebevoll mit einem roten Samtvorhang verhangen. Durch die genannten Details bekommt der Saal ein sehr edles und vornehmes Aussehen.

Saal 1, November 2007 © kinokompendium
Der Saal hat die gemütlichen und in der Neigung verstellbaren Kinostühle, die in den meisten Kinos der 'Yorck-Kino-GmbH' zu finden sind. Der großzügige Reihenabstand lässt keine Sorge vor sich durch die Reihen drängenden Zuspätkommenden aufkommen und auch die Sicht auf die Leinwand wird durch nichts eingeschränkt.

Saal 1, November 2007 © kinokompendium
Bei meinem Besuch fielen mir zwei Nachteile auf, die allerdings zu beheben sind: Zum einen befinden sich auf der Leinwand mehrere große Flecke (sollte hier das stadtbekannte Neuköllner Kinopublikum sein schlechtes Image bestätigt haben?). Zum anderen wurde der Ton wohl via Telefonleitung in den Saal übertragen: Einzelne Teile der Dialoge waren auch bei genauem Hinhören nicht zu verstehen - und auch die Surroundboxen beschwerten sich den gesamten Film durch, über einen Mangel an Arbeitseinsatz.

[Chr 7'99]


Saal 1, November 2007 © kinokompendium
 
Leinwand / Projektion  annehmbar  
Sound  mäßig  
Sitzkomfort  sehr gut  
Reihenabstand  herausragend  
Magic-Johnson-Faktor  sehr gut
Reihen 11 - 13:herausragend
 
Lieblingsplatz  Reihe 11, Mitte
Atmosphäre  herausragend  
Saal 2
Bestuhlung Leinwand Projektion Tonsystem
Plätze: 56
Reihen: 9
3,2 x 2,2m
D-Cinema 2K Dolby Digital
Die Besonderheit des Saal 2 ist auf den Fotos nicht ganz so deutlich zu sehen wie beim Betreten. Im hinteren Bereich neben dem Eingang wurde der Projektorraum in den Saal eingebaut, dessen Seitenwand verglast ist. So gewinnt der Zuschauer einen Blick auf die Technik, die vielen Kinogängern in der Regel verschlossen bleibt. So kann man vor dem Filmstart natürlich auch nach hinten gehen und dem Projektionisten bei der Arbeit zuschauen.

Saal 2, November 2007 © kinokompendium
Der Saal 2 hat die gleiche weißgoldene Deckenverzierung wie der benachbarte Saal 1. Da die Decke hier viel niedriger hängt, kann man hier die Details besser betrachten als nebenan. Anstelle der modernen Deckenstrahler und den dazugehörigen Verstrebungen, die gleichzeitig die Lautsprecher überspannen, hätten klassische oder schlichtere Lampen (wie im großen Saal) das Gesamtbild bestimmt verschönert.

[Ben 1'08]


Saal 2, November 2007 © kinokompendium
Saal 3
Bestuhlung Leinwand Projektion Tonsystem
Plätze: 69
Reihen: 11
3,9 x 2,1m
D-Cinema 2K Dolby Digital
Um zu den Sälen 3 und 4 zu gelangen, muss man im hübschen Treppenhaus der Passage in den Keller hinabsteigen. Immerhin senkt das die Erwartungen an die Gestaltung und Ausstattung der Räumlichkeiten. Saal 3 ist dann auch recht klein und die Decke hängt ziemlich tief. Das Fuchsrot der Wände beißt sich ein wenig mit dem dunklen Rot der Sitze, aber im Mittelpunkt der Gestaltung stehen drei große Säulen, die den Durchgangs- vom Sitzbereich trennen und mit echtem beigefarbenen Schmirgelpapier verkleidet sind.

Saal 3, November 2007 © kinokompendium
Für eine gute Sicht auf die ans Ende einer kleinen Bühne versetzten Leinwand eignet sich nur eine Sitzreihe im vorderen Bereich, um den mangelhaften 'Magic-Johnson-Faktor' zu umgehen. Zudem ist die Leinwand im Verhältnis zum Saal ein wenig zu klein geraten und weist an vielen Stellen deutliche Schmutzspuren auf. Das Saal-Accessoire mit dem größten Unterhaltungswert ist eindeutig der rot-golden gemusterte Vorhang, der stark an die kitschigen Bilder mit weinenden Clowns erinnert, die Mitte der 80er (vorallem bei jungen Mädchen) mal ganz modern waren.

[Chr 2'01]

 
Leinwand / Projektion  mäßig  
Sound  annehmbar  
Sitzkomfort  gut  
Reihenabstand  gut  
Magic-Johnson-Faktor  schlecht / mangelhaft  
Lieblingsplatz  Reihe 3, Mitte
Atmosphäre  mäßig  
Saal 4
Bestuhlung Leinwand Projektion Tonsystem
Plätze: 48
Reihen: 9
3,9 x 2,1m
D-Cinema 2K Dolby Digital
Wie im nebenliegende Saal 3 stehen im Raum Pfeiler, die den Gang von den Sitzreihen trennen. Der kleinste Saal des Kinos ist auch gleichzeitig am schlichtesten eingerichtet: Im Black Box Stil.

[Ben 1'08]


Saal 4, November 2007 © kinokompendium