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      Central
Saal 1 | 2
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 Adresse
  Rosenthaler Straße 39
10178 Berlin Mitte
(030) 285 999 73
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 Beschreibung
Das 1996 gegründete Kino 'Central' ist neben dem Anne Frank Zentrum und dem Museum Blindenwerkstatt Otto Weidt einer von vielen Mietern im Haus Schwarzenberg. Namensgeber ist der gemeinnützige 'Schwarzenberg e.V.', der sich der Förderung junger unabhängiger Kunst verschrieben hat und treibende Kraft seit 1995 ist, dass das Haus in dieser Form existiert.
Die Fassade des Gebäudes befand sich Jahrzehnte lang im selben unsanierten Zustand und war damit im neuen Jahrtausend ein Unikat um den Hackeschen Markt herum. Im Spätsommer 2010 begannen Sanierungsarbeiten und es bleibt abzuwarten, wie das Gebäude seinen authentischen Charme bewahren wird.

Rosenthaler Straße mit Durchgang zum 'Central', November 2007 © kinokompendium
Um das Kino im zweiten Hinterhof zu erreichen, kommt man mindestens an einer Metall Kunst-Figur der Dead Chickens vorbei, deren Werke seit Jahren den Hinterhof prägen.
Neben dem Eingang des 'Central' steht seit ca. 2005/06 die ca. 3m hohe vertikale Neonleuchtschrift, die ursprünglich an der Hausfassade an der Rosenthaler Straße hing. Seitdem sieht der Kinoeingang mit den vergitterten Fenstern viel einladender aus.

Kinoeingang im Hinterhof, August 2007 © kinokompendium
Beim Betreten fällt sofort der roten Verkaufstresen ins Auge. Dort kriegt man nicht nur die Karten und Snacks, sondern kann auch eine von vielen angebotenen DVDs erwerben. Eine Eisentreppe führt die Besucher dann zu den Sälen. Da das Foyer relativ klein ist, kann es vor dem Einlass Mal zum Stau kommen, vor allem wenn die Besucher der vorherigen Vorstellung das Kino verlassen. Trotzdem bleibt im Foyer immer noch Platz für den einmaligen Dauergast 'mugwump', eine zwei Meter große Figur aus David Cronenbergs 'Naked Lunch'. Da für den Film 50 'mugwumps' hergestellt wurden, handelt es sich wahrscheinlich um eine Originalpuppe aus dem Hause der Effektfirma 'Chris Walas Incorporated' (u.a. 'Gremlins' und 'Die Fliege').

Blick vom Eingang und Dauergast 'mugwump', September 2010 © kinokompendium
Gebaut und betrieben wurde das Kino von der 'EYZ-Kino Gbr' (damals auch Eiszeit) und anfänglich gab es eine strategische Partnerschaft mit der Yorck Kinogruppe. Ende 2003 gingen die Inhaber der 'EYZ-Kino Gbr' getrennte Wege. Andreas Döhler blieb weiterhin Geschäftsführer beim 'Central' und arbeitete an dem ausgefeilten Programm, das erfolgreich zwischen Kunst und Kommerz balancierte.
Im Jahr 2006 trennte sich das 'Central' von der Kooperation mit der 'Yorck Kinogruppe' und Anfang 2007 holte sich Andreas Döhler mit Torsten Frehse und Wulf Sörgel (auch Lichtblick Kino und Moviemento) zwei weitere Geschäftsführer (unter der neuen Firma 'Neue Central Kino Berlin Ltd.') mit ins Kino. Im Februar 2008 verließ Andreas Döhler nach 12 Jahren das 'Central' und ist anschließend mit dem 'Smoking Cinema' im White Trash Fast Food seinem Interesse von 'Underground Cinema' gefolgt. Seitdem sind Torsten Frehse und Wulf Sörgel alleinige Betreiber und stellten im März 2008 Klaus Kreiner als Theaterleiter und Programm-Verantwortlichen ein, der bereits nebenan seit dem Jahr 2007 mit Andreas Döhler das Freiluftkino Mitte betrieben hat.

Foyer mit Kassentresen, September 2010 © kinokompendium
Endlich wurden 2008 lange notwendige Verbesserungen an der Ausstattung der Säle vorgenommen und zusätzlich ein digitaler Projektor angeschafft. Auch das Programm hat unter dem neuen Theaterleiter Klaus Kreiner seine hohe Qualität beibehalten. Weiterhin werden täglich viele unterschiedliche Arthouse-Filme (häufig in der Originalfassung) präsentiert und auch Sonderveranstaltungen durchgeführt, wie zum Beispiel 'Berlin– Die Sinfonie der Großstadt' live begleitet von 'Tronthaim'. Das Kino erfreut sich durch die vielen Maßnahmen einem hohen Publikumszuspruch und konnte seit dem Jahr 2008 jährlich mehr Besucher anziehen.

[Ben 9'10]

Saal 1
Bestuhlung Leinwand Projektion Tonsystem
Plätze: 89
Reihen: 10
5,8 x 3m
D-Cinema 2K35mm Theater Dolby Digital
Aufgrund der damaligen gemeinsamen Firma 'EYZ-Kino Gbr' wurde 1996 für Saal 1 im 'Central' die selbe Ausstattung gewählt, wie im 1994/95 erbauten Saal 2 im Eiszeit. Die Seitenwände sind mit schwarzem Stoff bespannt und sechs zweiarmige Lampen mit sichtbaren Glühlampen beleuchten den Raum. Die Rückwand und die Betondecke ist in einem hellen Grau gestrichen. Die orange gepolsterten Klappsessel (die sich überhaupt nicht zum Lümmeln eignen) sorgen für den notwendigen farbigen Kontrast im Saal.

Saal 1, September 2010 © kinokompendium
Die Leinwand hängt aufgrund der relativ niedrigen Decke knapp über dem Boden, so dass der vor einem sitzende Zuschauer die Sicht beeinträchtigen kann, was bei Filmen mit Untertiteln ungünstig ist.
Anfang 2008 wurde das Tonsystem digital (aus Platzgründen gibt es nach wie vor freistehende Boxen vor der Leinwand), der Projektor überholt und endlich auch eine neue Leinwand aufgehängt (die alte hatte nämlich unverständlicherweise eine Naht in der Mitte). Seitdem kann man sich endlich an einer guten und scharfen Projektion erfreuen.

[Ben 7'10]


Saal 1, September 2010 © kinokompendium
 
Leinwand / Projektion  gut gut
Sound  gut annehmbar
Sitzkomfort  gut mäßig
Reihenabstand  mäßig mäßig
Magic-Johnson-Faktor  gut annehmbar
Lieblingsplatz  Reihe 4 bis 6 Reihe 4
Atmosphäre  gut annehmbar
Saal 2
Bestuhlung Leinwand Projektion Tonsystem
Plätze: 63
Reihen: 9
5,8 x 3m
D-Cinema 2K35mm Theater Dolby Digital
Saal 2 wurde nach der Eröffnung 1996 innerhalb von nur 13 Jahren zweimal komplett umgebaut. Ursprünglich gab es neun Reihen mit 75 Kinoklappsesseln in blau mit Kunstlederbezug, harten Armlehnen und Metallverkleidung (wie im Xenon). Als das 'Anne Frank Zentrum' aber einen Mehrzweckraum für Ausstellungsbegleitungen von Gruppen benötigte (in dem alle Beteiligten auch einen Sitzkreis bilden können) wurde im Jahr 2005 der Saal radikal umgebaut. Die Auframpung wurde entfernt und durch einen kurzen Podest für drei Sitzreihen ersetzt. Vor dem Podest saß man ebenerdig statt auf Kinostühlen auf schwarzen ledernen Bürosessel grauen Freischwingern oder wenn man Pech hatte auf weißen Plastikstühlen. Dem Kino kam damals eventuell der geförderte Umbau und Mitnutzer in einer finanziell schwierigen Lage gerade recht, aber leider besaß der Saal nun keine Kinoatmosphäre mehr.

Saal 2, September 2010 © kinokompendium
Im August 2009 wurde endlich der missratene Umbau aus dem Jahr 2005 rückgängig gemacht und gegen die frühere Hellhörigkeit im Saal gleichzeitig schalldämmende Verkleidungen eingebaut. Der Saal erhielt endlich wieder eine Auframpung mit sechs Reihen und 45 türkisfarbigen Kinoklappsesseln. Der ebenerdige Bereich vor der ersten Kinosesselreihe ist mit drei Reihen á 6 schwarzen ledernen Bürosessel aufgefüllt (das letzte Überbleibsel aus dem Jahr 2005 - 2009). Die Bürosessel haben allerdings viel zu hohe Armlehnen und eignen sich nach wie vor nicht wirklich für ein Kino.

Saal 2, September 2010 © kinokompendium
Durch den Anfang 2008 eingebauten digitalen Ton, Überholung der Projektoren und Leinwand sowie dem beschriebenen Rückumbau, hat das Kino einen schönen Saal zurück gewonnen.

[Ben 12'09]

 
Leinwand / Projektion    gut
Sound    annehmbar
Sitzkomfort    sehr gut
Reihenabstand    gut
Magic-Johnson-Faktor    gut
Lieblingsplatz    Reihe 1 Kinosessel
Atmosphäre    gut