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      Moviemento
Saal 1 | 2 | 3
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 Adresse
  Kottbusser Damm 22
10967 Berlin Kreuzberg
(030) 692 47 85
Homepage
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  Montag
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Di-So:
5,00 €
7,50 €
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  Kinderkinokalenderfilm: 4,00 €
Ermäßigung: Kinder unter 15, Schüler, Studenten, Azubis, Rentner, Flüchtlinge, Berlinpassinhaber, FSJler, Behinderte, Gildepass der AG Kino
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 Beschreibung
Seit 1907 werden im im ersten Stock des Wohn- und Geschäftshauses Filme gezeigt. Somit ist es das älteste noch aktive Kino Berlins (und laut Betreiber sogar das älteste Kino Deutschlands)! Als erster Name wird 'Kino-Topp' genannt, in Anlehnung an den ersten Betreiber Alfred Topp der im Erdgeschoß eine Kneipe betrieb. Das Kino wurde mit zwei Sälen eröffnet, die im 45 Grad Winkel aneinandergrenzten. Eine transparente Leinwand diente als Trennung und ermöglichte das Bespielen beider Säle mit einem Projektor und Film gleichzeitig. In dem einen Saal sah man den Film dadurch spiegelverkehrt und ein angebrachter Spiegel an der Wand drehte das Bild wieder.

Moviemento Fassade, September 2008 © kinokompendium
Viele Namen und Betreiber hatte das Kino über die Jahre, bis es 1984 auf 'Moviemento' getauft wurde. 2008 stellte der Regisseur Bernd Sobolla seinen Dokumentarfilm 'Auf der anderen Seite der Leinwand — 100 Jahre Moviemento' fertig, der sich vor allem mit der Phase der 1970/80er des Kinos beschäftigt.
Die architektonische Struktur des Kinos blieb hingegen bis 1995 fast unverändert. In diesem Jahr wurde es umgebaut und der dritte Saal integriert.

Aufgang zum Foyer (links) & Toiletteneingang (rechts), August 2007 © kinokompendium
Anfang 2007 gab es zum hundertjährigen Bestehen einen Betreiberwechsel (unter anderem Iris Praefke und Wulf Sörgel, die auch schon im Nickelodeon aktiv waren). Lange notwendige technische Wartungen und Erneuerungen, als auch Renovierungen aller Räume, wurden seit 2007 nun endlich durchgeführt.
Schon beim Betreten sieht man die ersten Änderungen. Es wurde eine Lichtinstallation im Eingangsbereich am Fuß der Treppe gebaut. Auch über den Toiletteneingängen hängt eine Bild-/Lichtinstallation eines laufenden Mannes, der eine Hommage an die frühgeschichte des Films ist. Pate stand die 1873 geschossenen Fotostrecken von Eadweard Muybridge — zum Beispiel die eines galoppierenden Pferdes.

Foyer im ersten Stock, August 2010 © kinokompendium
Der Kassenbereich (eine Waschtrommel hängt als Lampe über dem Tresen und verteilt das Licht wie eine Discokugel) ist Abends schnell prall gefüllt und die wenigen Sitzmöglichkeiten vergeben. Aber glücklicherweise gibt es noch einen zweiten Foyerbereich — eine Lounge im Wintergarten. Dort werden wechselnde Fotoausstellungen präsentiert, und im Jahr 2010 wurde sie umgebaut, inklusive neuer Bar und Bestuhlung.

Lounge, Dezember 2010 © kinokompendium
Die Neuerungen und Renovierungen haben sich ganz offensichtlich gelohnt und werden vom Publikum dankend angenommen, da die Besucherzahl nach dem Betreiberwechsel vervierfacht werden konnten, auf 60.000 Kinogänger im Jahr.

[Ben 8'10]


Lounge, Dezember 2010 © kinokompendium
Saal 1
Bestuhlung Leinwand Projektion Tonsystem
Plätze: 103
Reihen: 11
20qm
D-Cinema 2K35mm Theater16mm Theater Dolby Digital
Seit der Renovierung Anfang 2007 erstrahlt der Saal in einem hellen blau und im Jahr 2009 wurde die dunkelblaue Wandbespannung addiert, die nicht nur einen schönen farblichen Kontrast bildet, sondern vor allem die Akkustik im Saal verbessert.

Saal 1, August 2010 © kinokompendium
Die Klappsessel mit dunkelrosa Polsterung sind aus den vorherigen Jahrzehnten, wurden aber gesäubert. Zusätzlich wurde eine rote Liege an der Seite des Saal eingebaut und erfreut sich laut der Kinoleiterin äußerster Beliebtheit. Es gibt zwei abgestufte Reihen (5 und 9), die einen guten Blick auf die Leinwand garantieren. Da es sich hierbei nicht um einen Geheimtipp handelt, sondern beim Stammpublikum wohlbekannt ist, sollten Sie ihre Karte rechtzeitig besorgen oder vorbestellen. Der geringe Reihenabstand ist leider für jeden Durchschnittsmenschen eine anstrengende Herausforderung.

Saal 1, August 2010 © kinokompendium
Gleichzeitig wurde 2007 auch die gesamte technische Ausstattung (Leinwand, Projektor, Ton und Klimaanlage) gewartet bzw. erneuert. Am Projektor wurde ein hellerer Brenner eingesetzt der nun ein brillantes Bild projiziert und ein neuer Kasch installiert der die Darstellung eines Films in Cinemascope verbessert. Um die Leinwand herum, sind die Wände schwarz abgehängt, so dass es keine störenden Reflexionen und Farben gibt.

[Ben 8'10]

 
Leinwand / Projektion    sehr gut
Sound    sehr gut
Sitzkomfort    annehmbar
Reihenabstand    bodenlos
Magic-Johnson-Faktor    annehmbar
Lieblingsplatz  Reihe 5, Links
Atmosphäre    gut
Saal 2
Bestuhlung Leinwand Projektion Tonsystem
Plätze: 67
Reihen: 8
25qm
D-Cinema 2K35mm Theater Dolby Digital
Dieser Saal wurde seit 2007 gleich zweimal gestrichen. Zunächst wurde ein helles gelb gewählt, welches eigentlich etwas ungünstiger für Kinoprojektionen ist. Mitte 2010 wurde, im Zuge einer neuer Wandbespannungen zur Verbesserung der Akkustik, der Saal in dunklem grün gestrichen.
Daneben fand auch hier seit 2007 eine technische Generalüberholung statt: Eine neue Leinwand wurde installiert, der Projektor gewartet & die Lichtleistung verbessert, als auch digitaler Ton installiert.

Saal 2, August 2010 © kinokompendium
In diesem Saal stehen die gleichen Klappsessel wie in Saal 1, und somit das letzte Relikt aus den Zeiten der 80er Jahre des Kinos. In diesem Saal hat allerdings nur die vorletzte Reihe eine große Abstufung. Leider hat man auch hier nur den geringsten Reihenabstand zur Verfügung.

[Ben 8'10]


Saal 2, August 2010 © kinokompendium
Saal 3
Bestuhlung Leinwand Projektion Tonsystem
Plätze: 62
Reihen: 6
25qm
D-Cinema 2K35mm Theater Dolby Digital
Saal 3 wirkt zwar wesentlich kleiner als Saal 2, hat aber nur 5 Plätze weniger. Das liegt daran, das der Raum breiter ist und daher mehr Plätze in jede Reihe passen. Eine Reihenabstufung gibt es nicht, aber dafür gibt es rechts von der Leinwand zwei Sessel für ein Pärchen dass ungestört bleiben möchte.

Saal 3, August 2010 © kinokompendium
Saal 3 wurde 2007 in der Primärfarbe Rot gestrichen, so dass sich hier die Farbe der Sessel am besten in den Saal integriert. Wie auch in den anderen Sälen wurde gleichzeitig die Technik (Leinwand, Projektor und Ton) überholt.

[Ben 8'10]


Saal 3, August 2010 © kinokompendium