Kinos in Berlin Kinos nach Bezirken Freiluftkinos Geschlossene Kinos Service News Kompendium Kontakt Suche  
      fsk am Oranienplatz
Saal A | B
Zum Stadtplan
 Adresse
  Segitzdamm 2
10969 Berlin Kreuzberg
(030) 614 031 95 (Programm)
(030) 614 24 64 (Kasse)
Homepage
 Kinotag
  Montag
 Kartenpreis
  Mo:
Di-So:
6,50 €
7,50 €
 Kartenpreis Spezial
  Ermäßigung: 10er Karte: 60,00 €, Gildepass der AG Kino, Schüler, Studenten, Berlinpass
 Platzwahl
  Freie Platzwahl
 Programm
  Originalfassung
Synchronfassung
 Zugang
  Behindertenzugänglich
3'15 Angaben ohne Gewähr
Weitere Kinos im Bezirk
 Kreuzberg
  Babylon
Eiszeit
fsk am Oranienplatz
Martin-Gropius-Bau
Moviemento
New Yorck
Regenbogenkino
Sputnik Kino
Yorck

 Beschreibung
Hinter der schmucklosen verspiegelten Glasfassade am Oranienplatz vermutet man auf den ersten Blick kein Kino. Nur eine kleine Leuchtschrift deutet auf das 'fsk' hin, das 1994 - nach siebenjährigem Betrieb in der Wiener Straße - hier mit zwei Sälen wiedereröffnete.

Kinoeingang an der Ecke des Gebäudes, April 2015 © kinokompendium
Noch immer darf über die Bedeutung der drei Buchstaben 'fsk' im Namen des Kinos gerätselt werden. Eine Möglichkeit ist die Anlehnung an die Jugendschutzinstitution 'Freiwillige Selbstkontrolle der Filmwirtschaft', die die selbe Abkürzung hat. Erklärlicher ist laut älterer Berichte die Verbindung zum Begriff 'Flugzeugsesselkino', denn im Saal des 'fsk' in der Wiener Straße waren statt normaler Kinostühle ausgesonderte Flugzeugsessel installiert. Nach dem Umzug gab es von 1994 bis ca. 2002 in Saal B ebenfalls Flugzeugsessel. Weil diese nach ein paar Jahren bei jeder Bewegung quitschten wurden sie entfernt.

Saal in der Wiener Straße (links) Saal B Bestuhlung bis 2002 (rechts), vor 2002 © fsk
Da ist es fast ein bisschen schade, dass die Betreiber in einem Interview im TIP im Jahr 2000 - befragt nach der Bedeutung des Namens - meinten, dass der Name 'fsk' keine Abkürzung für irgendetwas wäre, sondern einfach nur für sich stehen würde. Wiederum haben im September 2008 die Betreiber auf Radio Eins zum 20jährigen Jubiläum bestätigt, das die Namenswahl eine ironische Reflektion auf die 'Freiwillige Selbstkontrolle der Filmwirtschaft' war.

Über ein paar Treppenstufen aus Stahl oder die behindertengerechte Rampe betritt man das langgezogene schmale Foyer, das an den Flur einer riesigen Altbauwohnung erinnert.

Foyer, November 2007 © kinokompendium

Der Weg bis zum Kassenbereich am Ende des Ganges ist mit zahlreichen großflächigen Plakaten meist französischer Filme und den dazugehörigen Kritiken diverser Zeitungen bestückt. Darüberhinaus wird direkt über die Kasse mit Snacktheke meist noch ein Plakat in Übergröße mittels Beamer projiziert. Leider bieten nach dem Kauf der Eintrittskarte nur wenige schmale Bänke auf den Heizkörpern eine Sitzgelegenheit.


Kinokarten, November 2007 © kinokompendium

Im 'fsk' gibt es neben den direkten Kinotagen (O-Ton des stets netten Personals: "Bei uns ist eh jeder Tag Kinotag") mit einer 10er-Karte eine zweite Möglichkeit verbilligt ins Kino zu kommen. Das Off-Kino nimmt durch die Programmwahl eine Sonderstellung in der Berliner Kinolandschaft ein. Gezeigt werden vor allem anspruchsvolle und preisgekrönte Low-Budget-Spielfilm- und Dokumentarfilmproduktionen aus Südeuropa (überwiegend aus Frankreich, Italien und Spanien), meist in Originalfassung. Das 'fsk' ist aber sogar einen Schritt weiter gegangen und betreibt mit 'Peripher' inzwischen einen eigenen Filmverleih. Dadurch sorgt es selbst für den Nachschub des außergewöhnlichen Programms. Alleine im Jahr 2000 hatte Peripher 18 Filme im Verleih (davon 11 aus Frankreich), die den Weg ins deutsche Kino ansonsten wohl nie gefunden hätten. Wenn möglich, werden alle Filme in der Originalfassung mit Untertiteln gezeigt. Zur besseren Programmübersicht bringt das 'fsk' eine eigene kleine Programmzeitschrift heraus, die man auch gratis im Abo beziehen kann.

[Chr & Ben 9'08]


Neonleuchtschrift, April 2007 © kinokompendium
Saal A
Bestuhlung Leinwand Projektion Tonsystem
Plätze: 100
Reihen: 9
7 x 2,8m
D-Cinema 4K35mm Theater Dolby Digital
Der Saal A ist zum Glück wesentlich geräumiger als das Foyer. Die Betreiber haben sogar Platz gefunden einen kleinen Springbrunnen im Saal aufzustellen, der vor und direkt nach dem Film (und sogar zwischen Werbung und Film) in Betrieb genommen wird. Den einen oder anderen Besucher dürfte das Geräusch schon mal zum Gang zur Toilette bewogen haben.

Saal A, April 2015 © kinokompendium
Vor Beginn der Vorstellung wird außerdem ein sich bewegendes Farbenspiel auf die Leinwand projiziert - ein hübsches spielerisches Element, das dem Saal eine angenehmere Atmosphäre gibt. Die gepolsterten Klappsessel bieten genügend Abstand zur Vorderreihe um den Kinobesuch angenehm zu überstehen. Trotz der abgestuften Reihen kann die Sicht auf die Leinwand durch größere Vorderleute eingeschränkt sein - gerade bei den vielen Filmen mit Untertiteln kann das problematisch sein.

[Chr & Ben 12'12]


Saal A mit Springbrunnen, April 2015 © kinokompendium
 
Leinwand / Projektion  gut gut
Sound  gut gut
Sitzkomfort  gut sehr gut
Reihenabstand  gut gut
Magic-Johnson-Faktor  schlecht / mangelhaft mäßig
Lieblingsplatz  Reihe 5, Mitte Reihe 4
Atmosphäre  sehr gut annehmbar
Saal B
Bestuhlung Leinwand Projektion Tonsystem
Plätze: 57
Reihen: 6
6,8 x 2,6m
D-Cinema 4K35mm Theater Dolby Digital
Die früheren Flugzeugsessel (siehe Einleitung) wurden bereits im Jahr 2002 durch klassische Kinoklappstühle ersetzt. Im Jahr 2011 wurden blaue Sessel eingebaut, so dass es seitdem 6 Plätze weniger gibt.

Saal B, April 2015 © kinokompendium
Für eine gute Sicht auf die Leinwand gibt es zwischen den Reihen Abstufungen, so dass man sich zumindest vor "normal" großen Vorderleuten nicht zu fürchten braucht. Außer einem kleinen Harmonium neben der Leinwand, bietet die Innenausstattung des Saals nichts Besonderes.

[Ben & Chr 7'14]


Saal B mit Harmonium, April 2015 © kinokompendium