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      Kino Krokodil
Saal
Zum Stadtplan
 Adresse
  Greifenhagener Straße 32
10437 Berlin Prenzlauer Berg
(030) 440 492 98
Homepage
 Kinotag
  Einheitspreis
 Kartenpreis
  Mo-So:
5,00 €
 Kartenpreis Spezial
  Keine Angaben
 Platzwahl
  Freie Platzwahl
 Programm
  Originalfassung
 Zugang
  Behindertenzugänglich
11'06 Angaben ohne Gewähr
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Kino Krokodil
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 Beschreibung

Das klassische Ladenkino, damals mit einem Kassenhäuschen direkt neben dem Eingang und einem langen schlauchartigen Saal der sich bis zum Eingang hinzog, wurde 1912 im Erdgeschoß des Wohnhauses eingebaut und bis ca. 1963 betrieben. Erst 1993 wurde das Kino von der Yorck Gruppe unter dem Namen 'Nord' wieder zum Leben erweckt. In diesem Zuge wurde zugunsten eines größeren Foyers der Saal um ca. 4m verkleinert und ein Tresen zum Kartenverkauf eingebaut. Das Kino hatte aber nicht, wie viele der anderen Häuser der Yorck Gruppe, sein eigenes Profil gefunden und ein kurzeitiger Versuch Filme in der englischen Originalfassung zu zeigen wurde schnell wieder eingestellt. Ende 1998 übernahmen die damaligen Betreiber des Blow Up das 'Nord', konnten es aber auch nur bis zum 31. Januar 2001 halten. Mitte 2004 fand dann das 'Kino Krokodil' in dem historischen Kino sein zu Hause.


Altes 'Nord'-Logo 1993 - 2001, April 1999 (links) &
'Kino Krokodil' Eingang nach Fassadensanierung, Juli 2008 (rechts) © kinokompendium
Das 'Kino Krokodil' hat tatsächlich noch eine Programmlücke in Berlin aufgetan und sich auf die Vorführung russischer und anderer osteuropäischer Filme spezialisiert. Damit erfreut der Betreiber Gabriel Hageni auf jeden Fall in Berlin lebende Russen, Russland-Interessierte und Slawistik-Studenten. Die Zielgruppe darf sich besonders darüber freuen, dass sämtliche Filme in Originalfassung mit Untertiteln gezeigt werden.

'Kino Krokodil' Werbeanschlag an einem Anhänger, Juli 2007 © kinokompendium

Man betritt das helle Foyer mit weiß gekachelten Boden durch zwei große Glastüren. Zur rechten Hand befindet sich eine große Theke an der man sich unter anderem mit russischen Süßigkeiten versorgen kann. An der Decke hängt ein blaues Krokodil, dass einige eventuell beim Betreten gar nicht bemerken.


Krokodil an der Decke im Foyer, November 2007 © kinokompendium

Links neben der Eingangstür steht ein alter Projektor im Raum. Daneben befindet sich jetzt der Zugang zum Vorführraum, der früher einen separaten Zugang von der Straße aus hatte. Auf den ersten Blick erscheint der Ort der Projektoren ungewöhnlich, da er nicht wie gewohnt an das Ende des Saals angrenzt, sondern an das Ende des Foyers, so dass die Bilder über eine tiefer gehängte Decke des Foyers projiziert werden müssen. Diese bauliche Besonderheit enstand bei der Vergrößerung des Foyers 1993. So sind die vom 'Kino Krokodil' eingebauten Projektoren Fenster in die Trennwand zwischen Foyer und Saal nur ein 'Gag' der vielen Zuschauern suggeriert, dass hier mal die Projektoren gestanden haben.
Unter der tiefer gehängten Decke Reihen sich mindesten 15 Kinostühle, in denen man gegebenfalls auf den Einlass warten kann. Hier gibt es auch teilweise kleine Fotoausstellungen.

[Ben 9'05]


Alter Projektor im Foyer (links) Tresen (rechts), November 2007 © kinokompendium
Saal
Bestuhlung Leinwand Projektion Tonsystem
Plätze: 75
4,8 x 2,6m
35mm TheaterBeamer Mono
Der Saal hat eine dunkle hüfthohe Borte über der eine goldbraune Wandbespannung hängt. An beiden Seitenwänden hängen historische Fotos von tschechischen und polnischen Kinos. Die Lampen stammen wahrscheinlich aus den 60er Jahren. Vor der Leinwand gibt es eine kleine Holzbühne, auf der sich auch ein oder zwei Pianos befinden, die während der Stummfilmvorführungen gespielt werden.

Saal, November 2007 © kinokompendium
Die Bestuhlung im Saal besteht in den vorderen Reihen aus hellbraunen Drehpolstersesseln und in den hinteren Reihen aus klassischen Kino-Holzklappsesseln mit roter Bespannung. Da die Drehsessel nicht im Boden verankert sind kann man sie auf Wunsch leicht verschieben, um eine bessere Sicht auf die Leinwand und mehr Reihenabstand zu erhalten, oder auch um näher zusammenzusitzen. Auf einem Kinosessel in der letzten Reihe sitzt eine Puppe mit Sombrero und in einer Ecke in der Wand steht ein kleiner ausrangierter Projektor.

[Ben 11'07]


Saal, November 2007 © kinokompendium
 
Leinwand / Projektion    gut
Sound    gut
Sitzkomfort    sehr gut(Drehsessel)
Reihenabstand    herausragend
Magic-Johnson-Faktor    gut
Lieblingsplatz  Reihe 2
Atmosphäre    gut