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      Friedrichstadt-Palast
Saal
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  Friedrichstraße 107
10117 Berlin Mitte
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 Beschreibung
Der 'Friedrichstadt-Palast' an der Friedrichstraße 107 wurde am 27. April 1984 eröffnet. Unter anderem waren die Architekten Walter Schwarz und Manfred Prasser an der Planung des Gebäudes beteiligt, während der Saal unter der Leitung des Architekten Werner Hoffmann errichtet wurde.

Nachtaufnahme zur Berlinale, Februar 2020 © kinokompendium
Die Vorgeschichte des 'Friedrichstadtpalast' begann aber schon 1873, mit dem Bau eines festen Zirkusgebäudes am 'Bertolt-Brecht-Platz', ca. 200 Meter vom heutigen Gebäude entfernt. 1918/19 wurde das mehrfach umgebaute Zirkusgebäude vom Architekten Hans Poelzig (auch Babylon in Mitte) zum 'Schauspielhaus' umgebaut und erhielt eine atemberaubende Innenarchitektur im Stile einer Tropfsteinhöhle. 1949 wurde das Theater (nach Behebung der Kriegsschäden) als 'Friedrichstadt-Palast' weitergführt. Weil für den Bau der Charité der Grundwasserspiegel gesenkt wurde, begannen die Pfahlfundamente des Gebäudes zu faulen. Der Magistrat untersagte, nach Untersuchungen der staatlichen Bauaufsicht, darauf den weiteren Spielbetrieb. Nach der Fertigstellung des Neubaus wurde das architektonisch herausragende Gebäude leider abgerissen. In den seitlichen Treppenaufgängen des dreistöckigen Foyers des neuen 'Friedrichstadt-Palast' wird durch etliche Fotos an den alten Poelzig Bau erinnert.

Foyer als Berlinale Spielort, Februar 2022 © kinokompendium
Seit dem Jahr 2009 ist der 'Friedrichstadtpalast' Kino der Internationalen Filmfestspiele Berlin. Dieses hatte vor allem zwei Gründe. Da in dem Jahr das International wegen der 70mm Retrospektive für die Wettbewerbswiederholungen nicht zur Verfügung stand, musste eine Ausweichstätte gefunden werden und im Hinblick auf den Umbau des Zoo Palast wurde damit auch schon mal vorgeplant. Das es sich hierbei auch um ein finanzielles Wagnis für die 'Berlinale' handelt, ließ der Festivaldirektor in einem 'Blickpunkt:Film' (6/09) Interview durchblicken: "Die Sache mit dem Friedrichstadt-Palast haben wir uns reiflich überlegt. Er muss sich selbst finanzieren." Daher wurde dieses Kino auch vorwiegend zu einem Publikumskino und nicht ein Saal für akkreditierte Fachbesucher, da der Verkauf der Tickets die komplette Miete einspielen muss.

Haupteingang Foyer als Berlinale Spielort, Februar 2022 © kinokompendium
Der Neubau ist etwas schlichter als sein Vorgänger aber mit einem genauen Blick entdeckt man auch noch einige schöne Details. So zum Beispiel die Fensterverziehrungen mit Glasbausteinen in verschiedenen Farbtönen, die auch an der Bar wieder aufgegriffen werden.
Zehn rechteckige Säulen tragen die oberen Etagen des Foyers und Rahmen die zentrale Treppe ein, die in den ersten Stock führt. In den seitlichen Treppenaufgängen gelangt man in den Rang.

[Ben 2'22]


Foyer als Berlinale Spielort, Februar 2022 © kinokompendium
Saal
Bestuhlung Leinwand Projektion Tonsystem
Plätze: 1730
Reihen: Parkett 21
Rang 6
22 x 9,2m
D-Cinema 4K Dolby Surround 7.1
Der Saal des 'Friedrichstadt-Palast' ist, neben dem Berlinale Palast und Haus der Berliner Festspiele (seit dem Jahr 2012), der dritte Theatersaal der während der 'Berlinale' zum Kino umfunktioniert wird. Die zweitgrößte Leinwand Berlins wird für 10 Tage auf der schwarzen Bühne installiert, wo normalerweise Artisten auftreten und ein Wasserbecken im Boden versenkt ist.

Saal als Berlinale Spielort, Februar 2022 © kinokompendium
Die Reihen sind im Stile eines Amphitheaters errichtet. Da der Blickwinkel von den Sitzen ganz am Rand zu schräg ist und das Bild extrem verzerrt ist, werden sie während der Berlinale nicht verkauft. Der Reihenabstand ist in diesem Kino allerdings für jeden Durschnittsgroßen eine echte Qual. Die besten Reihen sind somit die, die einen Gang vor sich haben. Davon gibt es nicht viele. Da die Leinwand relativ weit auf der Bühne rückgesetzt ist, muss man sich vor den vorderen Reihen nicht scheuen. Die Klappsessel selber sind leider hart und recht unbequem schmal.

Saal als Berlinale Spielort, Februar 2022 © kinokompendium
Auch hier können Stargäste des Films erscheinen, bei den Premieren der Specials und anderen Sonderaufführungen. Jedoch fehlt hier leider die Übertragung vom roten Teppich oder Fotoshooting im Foyer. So dass man teilweise das Pech haben kann, lange auf die Gäste zu warten wenn sich draussen etwas verzögert. Drinnen sieht man von dem Vorlauf des Events leider nichts und trotzdem wird man angehalten die Plätze nicht zu verlassen.

[Ben 2'22]


Saal als Berlinale Spielort, Februar 2022 © kinokompendium
 
Leinwand / Projektion    sehr gut
Sound    sehr gut
Sitzkomfort    schlecht / mangelhaft
Reihenabstand    schlecht / mangelhaft
Magic-Johnson-Faktor    gut
Lieblingsplatz    Reihe 2 oder 10
Atmosphäre    annehmbar