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    Cinema
Saal
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 Adresse
  Bundesallee 111
12161 Berlin Schöneberg
 Kinobetrieb von - bis
  1911 - 29. Oktober 2025
 Heute
  Gebäude erhalten, Kino zerstört
 Platzanzahl
  92 Plätze
 Alternativer Kinoname
  Corso (1911 - 1918)
Kolibri (1919 - 1927)
Friedenauer Lichtspiele (1928 - 1952)

 Architekt
  Unbekannt
1'26 Angaben ohne Gewähr
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 Beschreibung
Unter dem Namen 'Corso' wurde 1911 das kleine Stummfilmkino in Berlin-Friedenau innerhalb eines Wohnhauses eröffnet und 1919 in 'Kolibri' und 1928 in 'Friedenauer Lichtspiele' umbenannt. Dem Kino sind anfangs trotz der beengten Fläche sogar seitlich Logen integriert. Diese werden 1941 aber zugunsten der Toiletten und des Foyers entfernt. Auch im Bombenkrieg geht der Spielbetrieb weiter.
1959 wird der Kassenraum erweitert und das kleine Kino rüstet technisch auf, um erstaunlicherweise das 1953 eingeführte Breitwand-Format CinemaScope zeigen zu können. Um diese Modernisierung auch im Namen wiederzugeben wird das Kino in 'Cinema' umbenannt. Leider wurde um ca. 2021 herum das schön geschwungene Neon-Logo an der Hauswand durch LEDs ersetzt. Es imitiert zwar den ursprünglichen Schriftzug, aber den besondere Neonglanz bei Nacht erreichte die LED-Beleuchtung bei weitem nicht.

Fassade bei Nacht, April 2024 © kinokompendium
1973 wurde das Kino von Gertrud und Udo Zyber gekauft. Das Kino war Bestandteil der frühen Off-Kinoszene der 70er bis Ende der 80er Jahre und vermag trotz finanzieller Beschränkungen immer wieder durch Programmspecials hervorzustechen.

1988 wurden die Häuser 'Cinema' und die Kurbel vom Immobilienhändler Herrn Korenzecher erworben. Heinz Riech, seiner Zeit Aufsichtsratsvorsitzender der UFA Theater GmbH, bekundigte sein Interesse an 'die Kurbel', dass ihm nur bei gleichzeitiger Übernahme des 'Cinema' überlassen wurde. Die UFA übernahm darauf beide Kinos.

Leuchtschrift bei Nacht, April 2024 © kinokompendium
Die 'UFA Theater GmbH' trennte sich 1993, 5 Jahre später, von dem Kino. Die Cineplex Gruppe übernahm das Kino und bespielte es um 1997 als 'One-Dollar-Kino' (Nachspieler für sehr geringen Eintritt). Das Konzept wurde aber wieder aufgegeben und der Saal als ergänzendes Angebot zu ihren nahgelegenen CINEPLEX - Titania und schönen Adria geführt. So schaffte es das kleine 1-Saal Kino, als Vertreter eines der letzten schlauchartigen Ladenkinos,über 100 Jahren Zuschauer anzulocken. Am 29. Oktober 2025 lief dann der letzte Vorhang und das Kino wurde für immer geschlossen.

Foyer, April 2024 © kinokompendium
Das kleine Foyer war nur als Durchgangsraum anzusehen. Die Wände waren mit weißgestrichenem Holz verkleidet und der halbrunde Tresen wurde 2017 geöffnet, indem die Verglasung des Kassenhäuschens entfernt wurde. Der Cinema Schriftzug war an der Wand angebracht.
Um den sehr kleinen Vorraum größer wirken zu lassen war die südliche Wand im Foyer verspiegelt. Eine Doppelglastür trennte die Kasse von der Toilette und dem Zugang zum Kinosaal.

[Ben 1'26]

Saal
92 Sitzplätze
 Beschreibung
Das Cinema hatte in den Jahrzehnten viele Designs: Unter der Führung von dem Ehepaar Zyber war der Saal von 1973 bis 1988 schwarz gestrichen und größere, beleuchtete Schwarzweiß-Bilder von Charlie Chaplin lockerten die Fläche auf. Von 1989 bis 2015 hatte der schlauchartige Saal weiße Wände und die 'klassische' pflanzenverzierte Wandbespannung aus dem Hause 'UFA Theater GmbH'. Dieselben Muster wurden zum Beispiel im geschlossenen UFA Royal Palast Saal 3 und in der UFA Film-Bühne Wien Saal 3 verwendet.

Saal, April 2024 © kinokompendium
Seit 2015 waren die Wände in dunkelrot gestrichen. Weitere Verzierungen gab es nicht. November 2017 wurden neue rote Sessel montiert und der Zugang vom Foyer in den Saal durch einen kleinen Anbau mit Doppeltüren neugestaltet. Dieser minimierte etwas besser den Lichteinfall vom Foyer und dämpfte die Geräusche von außen in den Saal.

Saal, April 2024 © kinokompendium
Wenn man vorne saß, konnte man die fahrende U-Bahn unter dem Kino wahrnehmen. Es war aber trotzdem ratsam dort zu sitzen um den Sound und die kleine Leinwand bestmöglich zu nutzen. Die letzte Reihe war in Berlin wahrscheinlich die weiteste Entfernung in Relation zur Leinwand und völlig sinnfrei.

[Ben 1'26]