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      Passage
Saal 1 | 2 | 3 | 4
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 Adresse
  Karl-Marx-Straße 131-133
12043 Berlin Neukölln
(030) 682 370 18
Homepage
 Kinotag
  Montag
 Kartenpreis
  Mo:
Di-So:
7,50 €
10,00 € Saal 1
9,50 € Saal 2 - 4
 Kartenpreis Spezial
  Sneak Preview: 5,00 €
Ermäßigung: Kinder bis 14, Online-Ticketkauf

Bezieher:innen von Hartz IV, Sozialhilfe, Grundsicherung (Berlin-Pass) zahlen von Montag - Donnerstag 6,50 € (plus jeweilige Überlängenzuschläge), Am Freitag bis einschließlich 18 Uhr.
 Platzwahl
  Platzkarte
 Programm
  Synchronfassung
 Zugang
  Saal 1-2: Behindertenzugänglich
Saal 3-4: nicht Behindertengerecht
7'21 Angaben ohne Gewähr
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Covid-19 Interviewreihe
 Kinokompendium
  Aus Anlass der Maßnahmen zur Eingrenzung von Covid-19 führten wir 2020 eine besonderes Interview unter dem Motto Keine Zeit zu sterben.

Gerd Müller-Eh führte uns hinter die Kulissen des Hauses. Er leitet das Kino seit September 1989.

 Beschreibung
1908 entstand das vierstöckige 'Rixdorfer Gesellschaftshaus', dessen Erdgeschoss einen Durchgang zwischen Karl-Marx-Straße und Richardstraße bildet. Schon ein Jahr später eröffnete im ersten Stock das 'Excelsior Lichtspielhaus', das ursprünglich als Theatersaal geplant war. Als das Kino Ende der 1960er geschlossen wurde, diente es unter anderem als Möbellager. Ende der 1980er nahm sich die Yorck Gruppe dem inzwischen unter Denkmalschutz stehenden Gebäude an und restaurierte den großen Saal 1, der sich - von außen gesehen - hinter den großen Rundbogenfenstern befindet. Mit 'Indiana Jones und der letzte Kreuzzug' eröffnete im September 1989 das neue 'Passage Kino', inklusive dem kleineren Saal 2.

'Passage' Fassade Detail mit Neonschriften, November 2007 © kinokompendium
Im Oktober 1991 wurde das Kino um drei weitere kleinere Säle erweitert. Ein Saal mit 114 Plätzen, der im Erdgeschoss gegenüber dem Foyer lag, schloss Anfang 2003 wieder. Lange Zeit war die 'Passage' das Kino für den Südosten Berlins (Neukölln und die Ortsteile Britz, Buckow und Rudow). Inzwischen hat das Kino jedoch starke Konkurrenz bekommen, zuerst 1997 durch das UCI Luxe Gropius Passagen und besonders seit September 2000 durch das CINEPLEX - Neukölln. Die 'Passage' versucht sich jedoch durch eine Arthouse-zentrierte Programmgestaltung von diesen Kinos abzugrenzen und kann mit dem architecktonisch stilvollen Saal 1 auftrumpfen.

Foyer mit Cafébereich, November 2007 © kinokompendium
Im Cafébereich des Foyers fühlt sich der Besucher durch einen historischen Speisewagen der Deutschen Bahn und einen großen Kronleuchter wie in einer Filmkulisse.
Der Aufstieg zu den Sälen 1 und 2 bzw. der Abstieg zu den Sälen 3 und 4 führt durch ein gut erhaltenes Treppenhaus, das ein Gefühl für die Historie des Hauses vermittelt.

[Ben & Chr 5'20]


Cafébereich mit Zugfilmkulisse (links) & Tresen mit Neonwegweisern (rechts)
November 2007 © kinokompendium
Saal 1
Bestuhlung Leinwand Projektion Tonsystem
Plätze: 220
Reihen: 13
8,9 x 4,2m
D-Cinema 2K35mm Theater Dolby Digital
Der Saal wurde originalgetreu rekonstruiert. Die vielen Details wie diverse Goldverzierungen und Stuckkränze an der Decke verleihen ihm ein edles und vornehmes Aussehen. Ein Kronleuchter hängt mittig im fast quadratischen Saal, der durch Pfeiler aufgegliedert ist. Die Wände bilden weiße Holztüren, hinter denen sich die Rundbogenfenster befinden, so dass im Saal auch andere Veranstaltungen mit Tageslicht stattfinden können.

Saal 1, Mai 2020 © kinokompendium
Aufgrund der niedrigen Balustrade konnte die umlaufende Galerie 1989 nicht mehr in den Kinobetrieb integriert werden. So entschied man sich, den Rang abzutrennen und den Projektorraum dorthin zu verlegen. Um die Verkleinerung des Raums optisch aufzuheben, wurde die Rückwand mit Spiegeln verhangen - ein liebevolles Detail, das nicht sofort wahrgenommen wird. Der nun gewonnene Raum wird seitdem für Saal 2 genutzt.

Saal 1, Mai 2020 © kinokompendium

Der Saal hat die gemütlichen und in der Neigung verstellbaren Kinosessel, die in den meisten Kinos der 'Yorck Gruppe' zu finden sind. Durch den großzügigen Reihenabstand können auch Zuspätkommende problemlos einen Platz finden und auch die Sicht auf die Leinwand wird durch nichts eingeschränkt.

[Ben & Chr 5'20]


Saal 1, Mai 2020 © kinokompendium
 
Leinwand / Projektion  annehmbar sehr gut
Sound  mäßig gut
Sitzkomfort  sehr gut sehr gut
Reihenabstand  herausragend sehr gut
Magic-Johnson-Faktor  sehr gut
Reihen 11 - 13:herausragend
sehr gut
Lieblingsplatz  Reihe 11, Mitte Reihe 7
Atmosphäre  herausragend herausragend
Saal 2
Bestuhlung Leinwand Projektion Tonsystem
Plätze: 56
Reihen: 9
3,2 x 2,2m
D-Cinema 2K Dolby Digital
Saal 2 war ursprünglich Teil des Parketts des als Theater konzipierten Saal 1, daher hat er heute noch die gleiche weißgoldene Deckenverzierung. Kurz vor der Eröffnung im Jahr 1909 wurde Saal 1 zu einem Filmtheater umgestaltet und an der Stelle, wo sich heute Saal 2 befindet, wurde der Projektorraum errichtet.

Mit der Neueröffnung 1989 wurde der Projektorraum eine Etage nach oben verlegt, so dass der freigewordene Raum für die Eröffnung eines zweiten Saals genutzt werden konnte.

Saal 2, Mai 2020 © kinokompendium
Die gemütlichen dunkelblauen Klappsessel stammen aus dem Zoo Palast, als dieser 2010 umgebaut wurde. Die modernen Deckenstrahler mit den dazugehörigen Verstrebungen, die zugleich die Surround-Lautsprecher überspannen, trüben das Stimmungsbild des Saals ein wenig.

Saal 2, Mai 2020 © kinokompendium
Der Raum bietet zwei zusätzliche Besonderheiten: Der Projektorraum neben dem Eingang ist verglast, wodurch Zuschauer einen Blick auf die Technik der damaligen35mm-Film-Vorführung werfen konnten. Durch die digitale Projektionstechnik hat die Faszination daran natürlich nachgelassen.
Darüberhinaus befindet sich der Notausgang des Saals hinter der Leinwand. Im Falle eines Alarms würde ein Automatismus sekundenschnell die Leinwand nach oben reißen - eine wohl einmalige Lösung in der deutschen Kinolandschaft.

[Ben & Chr 5'20]

Saal 3
Bestuhlung Leinwand Projektion Tonsystem
Plätze: 50
Reihen: 9
3,9 x 2,1m
D-Cinema 2K Dolby Digital
Um die notwendige Raumhöhe für zwei weitere Säle im Herbst 1991 zu schaffen, musste der Keller des Kinos ausgehoben werden. Mit der gleichen Methode wurde später auch das Eiszeit erweitert.
Saal 3 wurde zuletzt im Herbst 2019 neu gestaltet und modernisiert. Die drei tragenden Säulen, die den Durchgangs- vom Sitzbereich trennen, waren natürlich nicht veränderbar. Daher wurde für eine wesentlich bessere Sicht auf die Leinwand die Auframpung komplett neu konstruiert. 

Saal 3, Mai 2020 © kinokompendium
Durch mehr Beinfreiheit und eine Reduzierung der Sitzeplätze um 19 Sessel sollte eine bessere Sicht für jeden einzelnen Platz erreicht werden. Ursprünglich war geplant, die Leinwand noch ein paar Meter weiter von der ersten Reihe zu entfernen, aber dies hätte die allgemeine Sicht wieder beeinträchtigt. Daher werden die fünf Plätze der 1. Reihe offiziell nicht verkauft, aber wer gerne so nah sitzt, kann man das natürlich trotzdem tun.

Saal 3, Mai 2020 © kinokompendium
Die Komplementärfarben Gelb und Blau bestimmen den Saal. Die Wände und Säulen wurden mit dunkelblauen Faltenstoff verkleidet, womit die gemütlichen und in der Neigung verstellbaren Kinosessel sofort ins Auge stechen.

[Ben & Chr 5'20]


Saal 3, Mai 2020 © kinokompendium
Saal 4
Bestuhlung Leinwand Projektion Tonsystem
Plätze: 37
Reihen: 6
3,9 x 2,1m
D-Cinema 2K Dolby Digital
Wie im nebenliegende Saal 3 wurde auch hier im Herbst 2019 alles neugestaltet und modernisiert. Durch die Kombination eines komplett roten Raums mit Neonstreifen an den Wänden erinnert das Kino ein wenig an Saal 3 des delphi LUX.

Saal 4, Mai 2020 © kinokompendium

Zwei tragende Säulen trennen den Durchgangs- vom Sitzbereich. Auch hier wurde 2019 zugunsten einer besseren Sicht die Sitzplatz- und Reihenanzahl reduziert. Wie in fast allen Sälen wurden auch hier die in der Neigung verstellbaren Kinosessel eingebaut.


Saal 4, Mai 2020 © kinokompendium

Die rotglänzenden Wandpaneelen mit horizontalen Lichtstreifen geben dem kleinsten Saal des 'Passage Kino' nun auch eine gemütliche Atmosphäre. Bis zur Renovierung war der Saal im schlichten Black-Box-Stil gestaltet, der bei den Kinos der Yorck Kinogruppe inzwischen nicht mehr vorkommt.

[Ben & Chr 5'20]


Saal 4, Mai 2020 © kinokompendium