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Alter Saal | Neuer Saal | Studiokino
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 Adresse
  Bölschestraße 69
12587 Berlin Köpenick
(030) 650 131 41
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Mi-So:
6,00 €
7,50 €
 Kartenpreis Spezial
  Ermäßigung: Kinder & Schüler bis 18 Jahre
Kinderkino: Kinder 4,00 €, Erwachsene 5,50 €
Seniorenkino: 5,00 €
10er Karte 60,00 €
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  Freie Platzwahl
 Programm
  Synchronfassung
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  Behindertengerecht
Originalfassung
2'16 Angaben ohne Gewähr
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Union

 Beschreibung
1913 wurde aus dem 1897 erbauten Musiksaal eines Restaurants das Kino 'Union'. 1920 wird die Sitzkapazität durch den Einbau einens Rangs auf 527 Plätze erhöht und zwei Jahre später ein separater Eingang zum Saal gebaut, so dass er erstmals unabhängig von der angrenzenden Wirtschaft betreten werden kann.
Nach dem zweiten Weltkrieg wurde es wieder in Betrieb genommen und war neben dem Forum und 'UT' eines von drei Filmtheatern zu DDR Zeiten im Bezirk Köpenick. Ende der 1990er Anfang 2000 entging das Kino dann nur knapp dem Abriss.

Fassade, Juli 2010 © kinokompendium
Als der TV-Entertainer Wolfgang Lippert das Kino 1994 kaufte erfüllte er sich damit "einen Kindheitstraum". Aber ohne gewährte Kredite war Lippert nicht in der Lage sein Vision von einem Kino inklusive Jazzkeller zu verwirklichen. Er kündigte dem Betreiber, obwohl die Verkaufsverträge der Treuhandliegendgesellschaften die Auflage beinhaltete, dass der Spielbetrieb der ehemaligen volkseigenen Kinos zehn Jahre als Filmtheater weitergeführt werden müssen. Am 30. September 1998 schloss das Kino und Lippert reichte 1999 einen Abrissantrag ein um ein Wohn- und Geschäftshaus zu bauen. Diesem wurde durch das Bauamt und der Denkmalschutzbehörde stattgegeben. Doch nach Bürgerprotesten und Widerstand im Bezirk zog er ihn zurück. Im November 2000 sah Lippert alle Versuche das Kino zu renovieren als gescheitert. Mitte 2001 kam wieder neue Bewegung in das Kinoprojekt, nachdem der Bauunternehmer Paulke das Kino kaufte, und den Erhalt sichern wollte. Doch Fördermittel flossen nicht.

Foyer, Februar 2016 © kinokompendium
Erst als der Architekt Matthias Stütz im Mai 2003 das Kino mietete und in Eigeniniative notwendige Umbauten und Renovierungen vornahm erwachte das Kino am 30. November 2003 wieder zum Leben. Partys und Musikveranstaltungen waren von Anfang an integraler Bestandteil des Konzepts. 2007 kaufte Stütz bei einer Zwangsversteigerung das Gebäude.
Mit dieser sicheren Geschäftsgrundlage wurde 2007 zunächst die grauweiße Fassade saniert und rot gestrichen. Die ehemaligen Fenster mit Rundbogen aus den Musiksaal Zeiten wurden wieder sichtbar gemacht. Die Einbuchtungen dienen nun als Werbefläche. Die zweizeilige grün/gelbe Neonschrift 'Union Filmtheater' wurde durch die simplere Version 'Union' ersetzt. Der Begriff 'Filmtheater' ist zwar nicht mehr Bestandteil des Namens aber die Neonschrift hängt seit April 2014 im Foyer über dem Eingangstresen.

Foyer, Februar 2016 © kinokompendium
Der größte Umbau fand zwischen 2013 und Februar 2016 statt. Zuerst wurde das Foyer umgebaut. Dafür wurden Technik Räume verlegt und abgerissen um die volle Breite des Foyers für den Publikumsbereich zu gewinnen.
Neben dem großen Tresen am Eingang gibt es einen kleinen Verkaufstresen für Getränke. Dieser hat eine mit Lichterketten beleuchtete Überdachung die die Assoziation einer historischen Kinokasse mit sich bringt. Dazwischen stehen Sitze und Barhocker im 50er Jahre American Dinner Stil. Eine Treppe führt vom Foyer in den Veranstaltungsraum im Untergeschoss.

Foyer, Februar 2016 © kinokompendium
Von 2014 an wurde dann an den hinteren Teil des Gebäudes ein Neubau mit zwei Kinosälen angebaut. Dabei wurde gut 1 Millionen Euro investiert. Doch das Geld wurde nicht nur in den Neubau sondern auch in die Renovierung des bestehenden historischen Gebäudes gesteckt. Nach gut zwei Jahren wurde der Neue Saal am 17. Februar 2016 mit dem Besuch von 'Berlinale goes Kiez' gefeiert gefolgt von einer Eröffnungsparty am 18. Februar.

[Ben 3'16]

Alter Saal
Bestuhlung Leinwand Projektion Tonsystem
Plätze Parkett: 40 Rang: 123
Reihen: 7
10 x 5m
D-Cinema 2K Dolby Digital
Da das Parkett auch für Partys und Konzerte genutzt wird, befindet sich unterhalb der Leinwand eine DJ Kanzel. Ebenso gibt es einen Getränketresen im Saal, der aber während Kinoaufführungen nicht in Betrieb ist. Die kleinen Bühne in der Ecke des Raums wurde 2015 entfernt.

Alter Saal Parkett, Februar 2016 © kinokompendium
Die Leinwand wird von zwei großformatigen schwarzweiß Aufnahmen eingerahmt. Links Fred Astaire & Cyd Charisse aus 'The Band Wagon' und rechts Cary Grant. Sie hängt ca. 3,5 Meter über dem Boden, auf Augenhöhe des Rangs. Das heißt, dass man vom Parkett aus sehr steil nach oben auf die Leinwand gucken muss. Daher stehen hier nur wenige freistehende rote Sessel, die übrigens aus dem geschlossenen Kino Hollywood stammen. Als Unikat in der Berliner Kinolandschaft gibt es unterhalb des Rangs einen kleinen verglasten Raucherraum mit Sofas.

Alter Saal Parkett, Februar 2016 © kinokompendium
Im hinteren Teil des Parketts befinden sich zwei Treppenaufgänge zum Rang. Dort gibt es sieben aufgerampte Reihen mit den selben bequemen roten Sesseln des ehemaligen 'Hollywood'. Überwiegend 2er-Pärchensitze die durch eine Getränkeablage voneinander getrennt sind. Aufgrund der hochgehängten Leinwand ist es ratsam im Rang einen Platz zu wählen.

[Ben 3'16]


Alter Saal Rang, Februar 2016 © kinokompendium
 
Leinwand / Projektion    mäßig
Sound    mäßig
Sitzkomfort    sehr gut
Reihenabstand    sehr gut
Magic-Johnson-Faktor    annehmbar
Lieblingsplatz  Rang: Reihe 3 Platz 4
Atmosphäre    gut
Neuer Saal
Bestuhlung Leinwand Projektion Tonsystem
Plätze: 87
Reihen: 6
8,3 x 3,7m
D-Cinema 2K Dolby Surround 7.1
Der am 17. Februar 2016 eröffnete Neue Saal liegt im hinteren Teil des Erdgeschoss und ist auch wie der Rest des Gebäudes gleichzeitig als Party Ort konzipiert. Durch die goldgelben Wände mit der vertikalen Linienführung lehnt er sich stilistisch an den Alten Saal an. Durch die starke Ähnlichkeit haben schon Besucher gefragt wo denn nun eigentlich der neue Saal sei? Allerdings unterbrechen hier drei horizontale Neonstreifen die gelbe Fläche. Somit ist die Farbgestaltung des Raums vor allem für Partys variabel.

Neuer Saal, Februar 2016 © kinokompendium
Sechs Stufen führen vor der Leinwand zu einer Tanzfläche. Um den unteren Teil der Leinwand während dieser Partys zu schützen gibt es einen Schutz der davor hochfahren kann. Ebenso gibt es eine DJ Kanzel unterhalb der sich ein Getränketresen befindet. Wie im Alten Saal Saal, ist dieser aber während Kinoaufführungen nicht in Betrieb.
Die Bestuhlung stammt aus dem 2009 geschlossenen UFA Palast in Lübben (der als Spreewald Lichtspiele seit 2011 mit einem Saal weiter betrieben wird). Die Sessel wurden natürlich komplett gereinigt und wirken wieder wie neu. Insgesamt gibt es 18 Pärchensitze, deren Sitzfläche verbunden ist. Zwischen jedem zweiten bis dritten Platz gibt es eine hölzerne Ablagefläche und die Beinfreiheit ist herausragend. Man hätte locker auch 10 bis 20 mehr Sitzplätze in dem Saal installieren können.

[Ben 3'16]


Neuer Saal, Februar 2016 © kinokompendium
Studiokino
Bestuhlung Leinwand Projektion Tonsystem
Plätze: 65
Reihen: 6
5,5 x 2,5m
D-Cinema 2K Dolby Surround 7.1
Das Studiokino liegt im ersten Stock des Neubaus, oberhalb des neuen Saals. Der Raum ist durch fünf Betonsäulen in zwei Teile getrennt. Zu einem gibt es einen freie Fläche mit einem halbrunden Tresen inklusive Getränke Kühlschrank (während der Vorführung ausgeschaltet) und natürlich der Sitzbereich vor der Leinwand. Somit ist der Saal ideal für kleinere Veranstaltungen bei der man sich vorher oder nachher noch austauschen möchte.

Studiokino, Februar 2016 © kinokompendium
Auch hier stammt die Bestuhlung aus dem 2009 geschlossenen UFA Palast in Lübben (der als Spreewald Lichtspiele seit 2011 mit einem Saal weiter betrieben wird). Insgesamt gibt es 11 Pärchensitze, deren Sitzfläche verbunden ist. Zwischen jedem zweiten bis dritten Platz gibt es eine hölzerne Ablagefläche und die Beinfreiheit ist herausragend.

[Ben 3'16]


Studiokino, Februar 2016 © kinokompendium