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| Adresse
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Hardenbergstraße
29a
10623 Berlin Charlottenburg
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Spezial |
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Synchronfassung
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1'11 Angaben ohne Gewähr
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Weitere Kinos im Bezirk |
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| Am 31. Dezember 2010 schloß der
'Zoo Palast' und wird für ca. 4 Millionen Euro umgebaut. Die Säle 1 und 4 aus
dem Jahr 1957 mit der markanten Fassade zur Hardenbergstraße werden bestehen bleiben.
Ebenso die identischen, aber spiegelverkehrten
Säle 2 und 3 (ehemals 'Kammerlichtspiele A und B') aus dem Jahr 1980. Alle
anderen fünf Säle wurden abgerissen und
werden durch drei
neue ersetzt. Insgesamt wird es zur Fertigstellung also 7 Säle mit ca. 1.500-1.700 Plätzen
geben. Die Architekturfirma MASKE + SUHREN ist
für die Gestaltung des Hauses verantwortlich. Die Architektin Anna Maske hat auch die
gelungene Renovierung der Astor
Film Lounge durchgeführt. Wir dürfen an dieser Stelle zwei Archtitekturzeichnungen
aus der frühen Entwurfsphase präsentieren. |

Architekturzeichnung Querschnitt, 2011 © MASKE + SUHREN |
Mit Beginn der Bauarbeiten verabschiedet sich auch die UCI-Kinokette nach
knapp 20 Jahren als Betreiber. Zur Wiedereröffnung im September 2012 übernimmt
Hans Joachim Flebbe, der nicht nur den Zoo Palast bereits Ende der 1980er Anfang der 90er nach
dem Erstbetreiber Max Knapp für eineinhalb Jahre führte (als Ex-Vorstand der CinemaxX
AG), sondern vor allem 2008 den schönen 'Filmpalast Berlin' (seitdem Astor
Film Lounge) gelungen renovieren ließ. Das lässt für den wunderschönen
Saal 1 und den gesamten 'Zoo Palast' nur gutes hoffen.
Die Geschichte des 'Zoo Palast' und die letzten Fotos aller Säle finden Sie momentan nur
bei den geschlossenen Kinos unter UCI Kinowelt Zoo
Palast. |

Architekturzeichnung Aufsicht, 2011 © MASKE + SUHREN |
Die Geschichte um den anstehenden
Umbau ist lang: Zunächst hieß
es im August 2006 laut dem Tagesspiegel, dass sich die Bayerische Bau- und Immobiliengruppe
(Besitzer des Kinos) mit dem Denkmalschutz einigen konnte und eine Verkleinerung (= Zerstörung)
des bestehenden Zoo Palast Saal 1 durchgesetzt wurde.
Die Pläne des Architektenbüro nps
tchoban voss (unter anderem Entwurf des CUBIX CineStar
Alexanderplatz) sahen laut der Berliner Zeitung vor nur die Front und Eingänge des
Kinos originalgetreu zu erhalten und den ehemaligen Saal 1 auf 680 Plätze zu verkleinern.
Zusätzlich sollte der Kinokomplex von neun auf fünf Säle reduziert werden, von
denen zwei neu gebaut und 6 abgerissen werden sollten. |

Fassade bei Tag, August 2007 © kinokompendium |
Am 2. Juli 2007 meldete die Berliner
Zeitung, dass nach Protesten des Bezirksparlament ein Kompromiss mit der Bayerischen Bau- und
Immobiliengruppe erzielt wurde. Der größte Saal soll nach dem geplanten Umbau mit
mindestens 850 Sitzplätzen in der jetzigen Form erhalten bleiben. Der Kompromiss ist sicher
nicht zuletzt dem Umstand geschuldet, dass die Veranstalter der Berlinale angekündigt
hatten, bei einer Reduzierung auf unter 700 Sitzplätze den Saal nicht mehr als Spielort
einzuplanen.
Laut der Bayerischen Bau-
und Immobiliengruppe wurde in
der zweiten Jahreshälfte 2008 der Bauantrag gestellt werden. Das Architektenbüro Kahl
Ernst Consultants hat die weitere Planung übernommen.
[Ben 10'11] |
| Saal 1 (Bilder
vorm Umbau) |
| Den Saal erreichte man vom
Foyer aus entweder links oder rechts über einen breiten Treppenaufgang oder
den Fahrstuhl. Durch hölzerne Türen betrat man den Quergang des großen
Saals, der das Parkett in ein ansteigendes Hochparkett und eher ebenerdiges Parkett
teilte. |

Saal 1, August 2007 © kinokompendium |
| Die dunkle Holzvertäfelung
der Logen zog sich wie ein Band entlang der Rückwand durch den Saal und
bot nicht nur einen wunderbaren Kontrast zu den dunkelgrünen Wänden,
sondern lenkte auch den Blick des Zuschauers auf die Leinwand. |

Saal 1, August 2007 © kinokompendium |
| Beeindruckend war die ovale Decke, die
durch Punktleuchten wie ein Sternenhimmel wirkt und gleichzeitig durch eine Lichtvoute den
Saal erhellt. Mit Beginn der Vorstellung bezauberten zwei Vorhänge: Der gelbe Premierenvorhang öffnet
sich und gab den Blick auf den Wolkenvorhang frei, der sich hebte und dabei suggeriert, dass
jetzt der größte Film aller Zeiten beginnt.
[Ben 1'11] |
Saal 2 &
3 (Bilder vorm
Umbau)
98 Sitzplätze |
| Die identischen, aber spiegelverkehrten
Säle 2 und 3 (ehemals 'Kammerlichtspiele A und B') wurden 1980 zwischen Saal
1 und Saal 4 'gezwängt'. Für Saal 2 musste man vom Foyer
den linken für Saal 4 den rechten Treppenaufgang erklimmen. |

Saal 2, August 2007 © kinokompendium |
| Saal
4 (Bilder vorm
Umbau) |
| Saal 4 (ehemals 'Atelier
am Zoo') gehörte seit der Eröffnung zum Urbestand des 'Zoo Palast' und
liegt als entgegengesetzter Keil unterhalb von Saal 1. |

Saal 4, August 2007 © kinokompendium |
| Die ovale abgehängte
Decke war ähnlich wie die Decke im großen Saal. Einzelne Strahler
erhellten die Sitzflächen, während eine Lichtvoute den Saal indirekt
erhellte. Eine Wandverkleidung aus vertikalen Holzleisten, zog sich wie Band
über die Rückwand und lief zur Leinwand in der Form eines querliegenden
'V' aus.
[Ben 1'11]
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Saal 4, August 2007 © kinokompendium |
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