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 Beschreibung
Virtual Reality stand seit 2016 als massentaugliches Unterhaltungsmedium für den Endverbraucher vor dem Durchbruch. Seitdem die 'Gear VR' (für das Samsung Galaxy) als erste für den Massenmarkt erhältliche VR-Brille auf den Markt kam, ist in Zukunft eigentlich "jeder" Smartphone Besitzer in der Lage Virtual Reality zu erleben. Soweit die Theorie.
Bis es soweit war, hatte das holländischen Unternehmen Samhound Media mit The Virtual Reality Cinema durch kleine Pop-Up Cinemas all denen Virtual Reality präsentiert, die zu Hause noch nicht die technischen Möglichkeiten hatten. Am 2. März 2016 eröffnete das erste Kino in Amsterdam und Mitte April das zweite Kino in Berlin. Scheinbar funktionierte die Geschäftsidee nicht so lange wie geplant. Anfang Juli 2016 war das Kino in Berlin schon wieder geschlossen.

Spreewerkstätten Eingang Molkenmarkt und Hinterhof, Mai 2016 © kinokompendium
'The Virtual Reality Cinema' befand sich im dritten Stock in den Spreewerkstätten. Das ehemalige Fabrikgebäude hinter dem Roten Rathaus wird für alle möglichen Zwecke temporär vermietet.
1936 wurde am Molkenmarkt 1/3 von den Architekten Fritz Keibel und Arthur Reck mit einem Neubau für die Geldprägung begonnen. Das barocke Schwerinsche Palais von 1704 wurde in den Gebäudekomplex integriert. Dazu wurde das Palais abgetragen und einige Meter weiter versetzt wieder aufgebaut (ein ähnlicher Aufwand, wie Ende der 1990er die Versetzung des historischen Hotels Esplanade im Sony Center). Nach Kriegsende wurden der Fabrikteil sowie die Randbauten am Rolandufer bis zum Jahr 2005 zur Münzprägung genutzt.

Foyer, Mai 2016 © kinokompendium
Ein Poster am Eingang des Gebäudes am Molkenmarkt 2 wies auf das Kino hin. Man musste nun den Markierungen auf dem Boden folgen, bis in den dritten Stock des Quergebäudes im Hinterhof. In einem ehemaligen Waschraum befand sich das Foyer mit Bartresen und kleiner Empore. Schön waren kleine Details, wie Lampen aus Waschbecken und alte elektrische Geräte und Spiele die als Deko verteilt waren.

Foyer, Mai 2016 © kinokompendium
Im Cinema konnten zu jeder vollen Stunde bis zu 45 Personen gleichzeitig für eine halbe Stunde in die Virtual Reality eintauchen. In Drehstühlen lagen die Brillen und Kopfhörer bereit. Die Wände waren teilweise mit alten Filmplakten aus der Stummfilmzeit bzw. frühen Filmgeschichte beklebt die vom Virtual Reality Cinema charmant überarbeitet wurden (jetzt hatten die Leute eine Virtual Reality Brille auf).

Saal, Mai 2016 © kinokompendium
Diese Verbindung zur frühen Filmgeschichte passte, da man das Gefühl hatte, dass die Virtual Reality Kurzfilme sich noch in den Kinderschuhen befinden und erst eine eigene Filmsprache finden müssen. Man kann sich immer 360 Grad umgucken, was allerdings häufig inhaltlich gar keinen Sinn machte. In allen Filmen hatte man entweder einen festen Standpunkt oder folgte einer vordefinierten Bewegung die man nicht beeinflussen konnte. Gerade bei zusätzlicher Bewegung wurde einigen Besuchern schwindelig oder übel.
Im Kino wurden einem drei unterschiedliche 30-minütige Kurzfilmpakete angeboten. Bei unserem Besuch Fun/Kids, Doku oder Horror.

Saal, Mai 2016 © kinokompendium
Die Betreiber verglichen das 'The Virtual Reality Cinema' mit den Anfängen vom IMAX-Filmformat als man aus Neugier sich zunächst dokumentarische Kurzfilme angesehen hat und das Geschäft abseits vom Kinomarkt stattfand.

[Ben 7'16]


Vorführung, Mai 2016 © kinokompendium