Neben dem Casablanca war
das 1995 eröffnete 'Blow Up' das zweite Kino, das nach einem Film benannt
wurde - es handelt sich dabei logischerweise um den Lieblingsfilm des damaligen
Betreibers Frank Zilm. Anfang 2002 wurden beide Säle als auch das Foyer renoviert
und neu eingerichtet. Nur knapp eineinhalb Jahre nach dieser Investition musste
der Betreiber Ende Juni 2004 das Handtuch werfen und das Kino schließen.
Anfang 2005 bespielte übergangsweise
der 'Progress Filmverleih' (der 10 Jahre lang mit dem Börse
Progress Studiokino seine eigene Spielstätte betrieb) das
Kino, bis im September 2005 der neue Betreiber Martin Sauer übernahm und 2007 das Kino
renovierte. Mercedes Reischel leitete dann das Kino seit dem Jahr 2009. Nach dem Gewinn des
'Kinoprogrammpreis 2010' am 31. August 2010 kam die Schließung des Kinos zum 2. Oktober 2010
dann völlig überraschend.
Das Kino befand sich im
Erdgeschoss eines Hinterhofes. Hinter einer langgezogenen Fensterfront des hellen Backsteingebäudes
lag das Foyer. Ein dunkelbrauner Bartresen diente nicht nur dem Verkauf von Getränken
und Snacks, sondern auch gleichzeitig dem Kartenverkauf. Man konnte entweder drinnen
oder draußen an den vielen Cafétischen auf den Einlass warten.
Passend zum Namen des Kino wurde an der Wand im Foyer 2007 die Figuren und das Plakatmotiv
von Antonionis Film gemalt.
Im Saal waren die Wände
mit dunkelrotem Stoff bezogen und die Decke schwarz getüncht. Zugunsten
einer größeren Beinfreiheit wurde nach der Renovierung 2007 auf eine Reihe
verzichtet. Leider war nur jede zweite Sitzreihe abgestuft, so dass ein großer
Vordermann schnell stören konnte.