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      Arsenal
Saal 1 | 2
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  Potsdamer Straße 2
10785 Berlin Tiergarten
(030) 269 551 00
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 Beschreibung

Nach knapp 30 Jahren zogen die Arsenal-Betreiber 'Freunde der Deutschen Kinemathek e.V.' aus dem Charlottenburger Domizil in der Welserstraße in das 'Sony Center' am Potsdamer Platz. Die erste Vorstellung im neuen Kino fand am
1. Juni 2000 statt. Am Konzept hat sich aber - zum Glück - nichts geändert. Seit 1970 wird im 'Arsenal', unterstützt vom Land Berlin, ein außergewöhnliches Programm gemacht.
Das 'Arsenal' ist (genauso wie das Zeughauskino) ein kommunales Kino, das heißt es ist vorallem der Pflege der Filmkultur aus aller Welt verpflichtet. Unter anderem entwickeln die Betreiber eigene Filmreihen und präsentieren ein täglich wechselndes Programm mit filmgeschichtlich bedeutsamen oder anspruchsvollen Filmen. Der Zuschauer wählt hier seinen Kinobesuch gezielt nach dem Film aus, und in der Regel schaut man ihn entweder hier oder gar nicht.
Mit der Einführung des neuen Namens 'Arsenal – Institut für Film und Videokunst' präsentieren sich die ehemaligen 'Freunde der Deutschen Kinemathek' seit dem
1. November 2008 mit veränderter Programmstruktur, neuem Erscheinungsbild und neuer Monatsbroschüre, die nicht nur das Programm des Kino Arsenal enthält, sondern auch über alle weiteren Aktivitäten des Instituts für Film und Videokunst informiert.


Fassade des Filmhaus, undatiert © Deutsche Kinemathek / Hans Scherhaufer

Bei vielen Stammkunden und den Betreibern des 'Arsenal' machte sich angesichts der neuen Architektur ein wenig Wehmut breit. Das vom Architekten Helmut Jahn entworfene Sony Center setzt auf ein sehr kühles Design aus Edelstahl und Glas. Um an die Tradition der alten Spielstätte anzuknüpfen, wurde die Leuchtschrift der alten Fassade ins neue Foyer im Erdgeschoss mitgenommen.

Generell können wir dem Umzug jedoch nur Positives abgewinnen: Anstelle des alten 'Arsenals' mit dem nahezu fehlenden Foyer, engen Sitzreihen und schlechter Sicht bekamen die 'Cineasten' der Stadt zwei perfekt ausgestattete Kinosäle. Endlich kann das besondere Programm des 'Arsenal' auf weitaus größeren Leinwänden und mit wesentlich besserem Sound präsentiert werden.

Trotz der neuen zentralen Lage und Anbindung an das Filmmuseum Berlin im selben Gebäude wird wahrscheinlich wenig Laufkundschaft angesprochen. Der Eingang zum Kino befindet sich zwar direkt an der Potsdamer Straße, die geschlossenen und schwer zu öffnenden Türen sowie das Wachschutzpersonal wirken allerdings nicht sehr einladend.

Das Foyer mit seinem Stahlgitterboden und der Theke im Messebaustil wirkt von oben betrachtet wie ein Empfangsbereich zu Konferenzräumen. Abgesehen von der schon erwähnten Leuchtschrift erinnert hier leider gar nichts an ein Kino. Neidisch schaut man auf dem Weg zu den Sälen in das direkt angrenzende Foyer des CineStar Potsdamer Platz mit dem schönen 'Taxi Driver'-Teppich. Sofern die Verbindungsglastür zwischen beiden Foyers offengehalten wird, kann die Bar des 'CineStar' mitbenutzt werden. Unterhalb der alten Leuchtschrift betritt man durch eine Tür ein kleines Zwischenfoyer, von dem aus die beiden Säle abzweigen. In diesem befinden sich jetzt auch die großformatigen Abbildungen von Kinoklassikern aus dem alten 'Arsenal'.

[Ben 1'07]


Foyer (oben) & Zwischenfoyer (unten), um 2000
© Freunde der deutschen Kinemathek e.V.
Saal 1
Bestuhlung Leinwand Projektion Tonsystem
Plätze: 236
Reihen: 14
9 x 4m
16mm Theater35mm Theater70mm Theater
Beamer
Dolby DigitaldtsSDDS
Der im Black-Box-Stil gebaute Saal 1 verbessert die Stimmung auf Anhieb: Offensichtlich wurde das Geld an der richtigen Stelle investiert. Die Sessel sind Spezialanfertigungen und bestechen durch eine Art japanische Schlichtheit. Ihre rote Farbe ist auf die Farbe des Vorhangs abgestimmt. Wer ein Getränk kauft, wünscht sich allerdings einen Flaschenhalter, da der Saal während der Vorstellung so dunkel wird, dass man seine Flasche auf dem Boden nicht mehr findet. Seit Jahren immerhin der erste Saalneubau, bei dem die Treppenlämpchen nicht die gesamte Leinwand mitbeleuchten.

Saal 1, um 2000 © Freunde der deutschen Kinemathek e.V.
Zwischen den Reihen 5 und 6 befindet sich ein breiter Durchgang. Daher hat man zwar in Reihe 6 die beste Beinfreiheit, aber auch den eventuellen Laufverkehr.

[Ben 1'07]


Saal 1, um 2000 © Freunde der deutschen Kinemathek e.V.
 
Leinwand / Projektion  sehr gut sehr gut
Sound  gut gut
Sitzkomfort  gut gut
Reihenabstand  gut(Reihe 6:herausragend) gut(Reihe 6:herausragend)
Magic-Johnson-Faktor  sehr gut sehr gut
Lieblingsplatz  Reihe 6, Mitte Reihe 6, Mitte
Atmosphäre  gut gut
Saal 2
Bestuhlung Leinwand Projektion Tonsystem
Plätze: 75
Reihen: 8
5 x 2m
16mm Theater35mm TheaterBeamer Dolby Digitaldts
Im kleineren Saal 2 dominieren (wie in Saal 1) die Farben Rot und Schwarz: Die Wände sind rot verkleidet und die Klappsessel sind aus schwarzem Leder. Die hohen und geraden Rückenlehnen sehen zunächst unbequem aus, aber man sitzt letztendlich sehr angenehm - auch wenn jegliches Lümmeln unmöglich ist. Sehr kleinen Personen können die Rückenlehnen der Vordereihe schon ein wenig die Sicht auf die Leinwand einschränken. Da die erste Sitzreihe in der Mitte unterbrochen wurde, hat man in Reihe 2 auf den Plätzen 5 und 6 eine komplett freie Sicht auf die Leinwand.

[Ben 2'07]



Saal 2, um 2000 © Freunde der deutschen Kinemathek e.V.
 
Leinwand / Projektion  gut gut
Sound  gut gut
Sitzkomfort  annehmbar gut
Reihenabstand  sehr gut gut
Magic-Johnson-Faktor  gut annehmbar
Lieblingsplatz  Reihe 2, Platz 5 und 6 Reihe 3, Mitte
Atmosphäre  gut gut